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Der letzte Schluck vor der Leere

Alle Restaurants müssen schliessen. Das trifft nicht nur die Existenz der Wirtsleute, sondern auch einen wichtigen Teil des öffentlichen Lebens. Wir haben den Abschiedsabend in einer Traditionsbeiz in Stäfa besucht.

Sentimentaler Abschied kurz vor der Schliessung: Die Co-Geschäftsführer des Rössli Stäfa, Simon Senn und Madlaina Weber (aussen) mit ihren Stammgästen Stéphanie Maurer und Marco Pollastri.
Sentimentaler Abschied kurz vor der Schliessung: Die Co-Geschäftsführer des Rössli Stäfa, Simon Senn und Madlaina Weber (aussen) mit ihren Stammgästen Stéphanie Maurer und Marco Pollastri.
Christian Dietz-Saluz

Die Sperrstunde erhält an diesem Montagabend schicksalhafte Bedeutung. Diesmal endet nicht einfach ein Tag in der Beiz, sondern es beginnt eine mindestens bis Mitte April von der Landesregierung verordnete Schliessung des alltäglichsten und geselligsten Teils des öffentlichen Lebens: Das Essen und Trinken in Gemeinschaft. Als sich das Restaurant Rössli in Stäfa sukzessive leert, gehen die Gäste nicht mit einem fröhlichen Ausdruck zur gemütlichen, Holz getäferten Stube raus. Ihr Blick – eine Mischung aus Sorge und Dankbarkeit - spricht Bände. Ihre Worte sagen alles, sie sollen trösten und Hoffnung auf bessere Zeiten geben.

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