Stäfa

Der Frohberg-Ausbau kommt – aber Stäfa will mit Hombrechtikon hart verhandeln

Die Erweiterung der Sportanlange Frohberg wurde an der Stäfner Gemeindeversammlung klar angenommen. Hombrechtikon muss sich für die Vertragsverhandlung jedoch warm anziehen.

Hier entsteht der gestern Abend bewilligte Neubau. Er wird mit dem heutigen Clubhaus des FC verbunden.

Hier entsteht der gestern Abend bewilligte Neubau. Er wird mit dem heutigen Clubhaus des FC verbunden. Bild: Patrick Gutenberg

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230 Stimmberechtigte zählte Gemeindepräsident Christian Haltner (FDP) gestern Abend in der reformierten Kirche Stäfa. Eine stattliche Anzahl sei dies, bemerkte er und verwies auf den Grund: Die Abstimmung über den Ausbau der Sportanlage Frohberg. Sie ging denn auch überraschend kurz und bündig vonstatten. Hochbauvorsteher Andreas Utz (GLP) stellte es als ein zukunftsgerichtetes Porjekt vor. «Wir sind optimistisch, dass es mit Hombrechtikon zu einer guten Lösung kommt», sagte er zum Vertrag von 1981, der mit der Nachbargemeinde wegen deren Rückzugs neu verhandelt werden muss.

RPK-Präsident Michael Meyer (FDP) bezeichnete die Erweiterung für 1,8 Millionen Franken als stemmbar. Das Projekt sei sinnvoll und durchdacht, ausserdem würden die Vereine einen grossen Beitrag leisten. Gemeindepräsident Haltner kündigte an, die Verhandlungen freundschaftlich-nachbarschaftlich zu führen. «Aber in der Sache werden wir hart sein.» Von den beiden involvierten Vereinen, dem Fussballclub und dem Schwingklub Zürichsee rechts Ufer ergriff niemand das Wort. Die Vorlage passierte die Abstimmung mit grossem Mehr.

Keine Euphorie

Deutlich wurde auch der Jahresabschluss 2018 angenommen. Finanzvorsteher Simon Hämmerli (FDP) präsentierte ein erfreuliches Resultat. «Meine absolute Lieblingszahl ist der Cashflow in Höhe von 22 Millionen Franken», sagte er. Damit könnten inzwischen sogar wieder Schulden abgebaut werden. Anlass zu Euphorie gebe die finanzielle Entwicklung aber nicht. Ein grosser Teil der höheren Erträge fliesse zurück an den Kanton. Hämmerli wies zudem darauf hin, dass die heutige Situation auch auf zurückgestellte Investitionen zurückzuführen sei, die nun mit Bedacht angegangen werden müssten.

Die Laufende Rechnung 2018 der Gemeinde Stäfa weist bei einem Aufwand von 116,6 Millionen Franken und einem Ertrag von 128,6 Millionen einen Ertragsüberschuss von 12 Millionen Franken aus. Das Budget sah einen Gewinn von 48 000 Franken vor. Die Rechnung schliesst damit deutlich besser ab als geplant. Das wirtschaftlich gesehen erfolgreiche Jahr verbessert die Finanzlage der Gemeinde markant und erlaubte es, den Schuldenbestand per Ende 2018 praktisch ganz abzubauen.

Lob für Budgetdiziplin

RPK-Präsident Meyer lobte explizit die Budgetdisziplin der Gemeinde. SP-Präsident Rafael Mörgeli bemängelte, dass der Gemeinderat bislang keine Legislatur-Ziele vorgelegt hat und äusserte die Befürchtung, dass er im Zuge der finanziellen Lage auf die Idee kommen könnte, den Steuerfuss zu senken. «Wo bleiben die Visionen in dieser Gemeinde?», fragte er. Nach Mörgeli gab auch FDP-Präsident Philip Kupper ein Votum ab – und unterstützte dabei die Vorredner seiner Partei.

Der Auftritt der beiden Parteipräsidenten veranlasste Haltner, auf das aktuelle Wahljahr hinzuweisen. Er gratulierte den beiden für Stäfa gewählten Kantonsräten Claudia Hollenstein (GLP, neu) und Peter Vollenweider (FDP, bisher). Den Blumenstrauss und den Knetball musste für Vollenweider ein Stellvertreter entgegennehmen, weil sich dieser im Weinland auf Fraktionsreise befand. «Wir sind aber immer noch die grösste Weinbaugemeinde.» Mit diesen Worten leitete der Gemeindepräsident zum Apéro über.

Erstellt: 17.06.2019, 23:54 Uhr

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