Stäfa

Der Chilbimontag soll in Stäfa zum Chilbifreitag werden

Zwei Stäfner setzen sich dafür ein, dass die Chilbi künftig schon am Freitag beginnt und am Sonntag endet. Am Chilbimontag sei jeweils zu wenig los, sagen sie.

Michael Plöchinger (links) und Jürg Salvisberg übergeben Gemeinderätin Ursula Traber die Petition.

Michael Plöchinger (links) und Jürg Salvisberg übergeben Gemeinderätin Ursula Traber die Petition. Bild: Michel Wenzler

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Der Chilbimontag hat Tradition. Als alten Zopf empfinden ihn hingegen die beiden Stäfner Michael Plöchinger und Jürg Salvisberg. Sie haben im Dorf mehr als 320 Unterschriften gesammelt, damit die Chilbi künftig schon am Freitag beginnt und dafür bereits am Sonntag endet. Am Mittwochmorgen haben sie eine entsprechende Petition an Gemeinderätin Ursula Traber (CVP) übergeben, die für die Chilbi zuständig ist.

Der Chilbimontag, sagt Plöchinger, sei nicht mehr zeitgemäss. Er stamme noch aus der Zeit, an der die meisten Personen eine Sechstage-Woche hatten. Heute beginne das Wochenende für die meisten Leute schon am Freitag. Was aber stört ihn am Chilbimontag? «An dem Tag ist einfach zu wenig los», sagt Plöchinger. Seit Jahren betreibt er mit anderen Mitstreitern an der Chilbi, die in Stäfa jeweils im September stattfindet, die Wellenbar. Diese wäre besser besucht, wenn die Chilbi schon früher beginnen würde. Denn würde der Barbetrieb würde vor allem am Freitagabend und am Samstagabend gut laufen, glauben die beiden.

Schulfrei neu am Freitag?

Auch Jürg Salvisberg ist jeweils mit der Fasnachtsclique Risitobel-Häxe an einer Bar im Einsatz. «Es geht aber nicht nur darum, dass wir am Chilbimontag zu wenig einnehmen», sagt er. Es gebe auch ein anderes Problem: «Es wird immer schwieriger, am Montag freiwillige Helfer zu finden.» Dies auch deshalb, weil die Bevölkerung anders als früher meist nicht mehr im Dorf arbeite. Zudem seien die Leute eher bereit, ab dem späteren Freitagnachmittag an die Chilbi zu gehen, als den ganzen Montag freizunehmen.

Die Stäfner Schulen, finden Plöchinger und Salvisberg, könnten den freien Tag problemlos vom Montag auf den Freitag verschieben. Sie verweisen auf andere Dörfer, welche die Chilbitage bereits geändert haben – etwa Oetwil, Männedorf, Uetikon und Meilen. In letzterer Gemeinde beginnt die Chilbi sogar schon am Donnerstag und endet am Samstag.

«Es ist immer schwieriger, am  Montag freiwillige Helfer zu finden.»Jürg Salvisberg, Petitionär

Die beiden Petitionäre beantragen konkret, dass die Stäfner Chilbi am Freitagnachmittag um 14 Uhr beginnt. Um zwei Uhr morgens soll Schluss sein. Am Samstag soll sie um 12 Uhr beginnen und bis 4 Uhr morgens dauern, am Sonntag von 12 Uhr bis 22 Uhr.

Sicherheitsvorsteherin Ursula Traber nahm die Petition am Mittwoch entgegen und versprach, dass der Gemeinderat das Anliegen prüfen werde. Sie liess aber auch durchblicken, dass der Fest- und Barbetrieb nur ein Teil der Chilbi ausmache und man diese als Ganzes im Blick haben müsse. Plöchinger und Salvisberg sind sich indessen sicher, dass ihre Idee auf breiten Zuspruch stösst. Sie hätten auch mit mehreren Schaustellern gesprochen, die sie unterstützen würden. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 12.12.2018, 16:50 Uhr

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