Zürichsee

Das Volk soll über den Seeuferweg abstimmen

Der Verein «Ja zum Seeuferweg» bereitet eine Volksinitiative vor. Er will den öffentlichen Zugang zu den Ufern von Seen und Flüssen in der kantonalen Verfassung verankern.

Nicht überall ist ein durchgehender Uferweg vorhanden.

Nicht überall ist ein durchgehender Uferweg vorhanden. Bild: Archiv ZSZ

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Der Seeuferweg könnte einmal mehr aufs politische Tapet kommen: Wie der Verein «Ja zum Seeuferweg» am Montag mitteilt, soll der öffentliche Zugang zu den Gewässern im Kanton Zürich in der Verfassung verankert werden. Um dies zu erreichen sei der Verein dabei eine entsprechende Volksinitiative vorzubereiten.

Frist bis 2050

Das Recht der Zürcher Bevölkerung, sich an den Ufern der öffentlichen Gewässer aufzuhalten, müsse in der Zürcher Kantonsverfassung verankert werden. Wie aus der Mitteilung des Vereins hervorgeht, werde man dem Kanton im Initiativtext für die Fertigstellung des Seeuferwegs eine Frist bis 2050 setzen.

Der Verein «Ja zum Seeuferweg» lancierte bereits 2010 ein Volksinitiative für einen durchgehenden Seeuferweg. Für die Initiative «Zürisee für alle» konnten damals 6'700 Unterschriften gesammelt werden. Nachdem der Kantonsrat einen Gegenvorschlag beschlossen hatte, wurde die Initiative dann jedoch zurückgezogen.

Im Rahmen dieses Gegenvorschlages budgetiert der Kanton seit 2016 jährlich mindestens sechs Millionen Franken für den Bau von Uferwegen, wovon mindestens zwei Drittel für den Bau des Zürichsee-Uferweges einzusetzen sind. Da der Verein mit der Umsetzung der im Gegenvorschlag beschlossenen Massnahmen unzufrieden ist, haben sich die Mitglieder dazu entschieden, ihre Anliegen einmal mehr an die Urne zu bringen.

Werben um Unterstützung

Wann genau der Verein «Ja zum Seeuferweg» mit der Unterschriftensammlung beginnen wird, ist noch offen, wie die Präsidentin Julia Gerber Rüegg auf Anfrage erklärt: «Zunächst geht es nun darum, den Initiativtext juristisch sauber zu formulieren und vom zuständigen kantonalen Amt prüfen zu lassen.» Anschliessend werde man mit anderen Institutionen verhandeln und um Unterstützung werben. Davon wird abhängen, wann der Verein die Unterschriftensammlung genau lanciert. (pkl/pst)

Erstellt: 15.07.2019, 16:55 Uhr

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