Männedorf

Das etwas andere Adventssingen in Männedorf

Ein Adventssingen in ungewohntem Rahmen: Dazu hat der reformierte Pfarrer Achim Kuhn Singfreudige in die «Gärtnerei zum Glück» geladen. Eindrücke von einer besinnlichen Gesangsstunde.

Friedliche Stimmung inmitten einer bunten Pflanzenwelt herrschte beim Adventssingen in Männedorf.

Friedliche Stimmung inmitten einer bunten Pflanzenwelt herrschte beim Adventssingen in Männedorf. Bild: Manuela Matt

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Ein knisterndes Feuer leuchtet in der Dunkelheit und verbreitet heimelige Stimmung. Es ist zwar erst früher Abend, doch die Nacht ist am kalten Donnerstag bereits um 17 Uhr hereingebrochen. Das Feuer erhellt den Eingang zur Gärtnerei zum Glück, wo derzeit im Freien Tannenbäume zum Verkauf stehen, so dass man sich in einem kleinen Wald wähnt. Menschen strömen herbei und treten ins einladende Treibhaus ein.Eine gemütliche und wundersame Welt tut sich einem auf und kaum steht man mittendrin, ist der Alltag vergessen.

Überall stehen Topfpflanzen und Grüngewächse inmitten von Weihnachtssternen. Blumensträusse in Kübeln, Rosen in allen Farben sind neben Adventsarrangements und Gestecken aufgestellt. Auf Tischen und in Vitrinen werden Geschenkartikel feilgeboten und zieren gleichzeitig den Raum, den ein wunderschöner Kristallleuchter mit warmem Licht erfüllt.

Wenige Männer

Dort, wo in der Regel das Glashuus-Kaffi mit bequemen Sofas und Sesseln eingerichtet ist und zum Innehalten einlädt, hat Claudia Strebel mit ihrem Gärtnereiteam zusätzliche Sitzreihen aufgestellt. Nach und nach füllen sich die Plätze. Rund 50 Personen werden sich schliesslich einfinden, um am ersten Adventssingen in der Männedörfler Gärtnerei kräftig mitzusingen. Es sind zum grössten Teil ältere Damen, doch auch wenige Herren haben sich in die Schar der Singenden gemischt, da und dort sitzt eine Mutter mit ihrem Kleinkind.

Pfarrer Achim Kuhn, der den Anlass seitens der reformierten Kirchgemeinde zum ersten Mal zusammen mit der Gärtnerei zum Glück organisiert, verteilt emsig Liederhefte. Alle greifen zu und dürfen sich im Verlauf der nächsten Stunde daraus ein Lied wünschen, das die Gemeinschaft dann anstimmt. Wer will, holt sich noch einen Glühwein, den die Gärtnerei im Freien ausschenkt.

An Kraft gewonnen

Um den Singenden zum richtigen Ton zu verhelfen, hat der Pfarrer Alexandra Kern von der Stäfner Musikschule Kern engagiert. Ihr Akkordeonspiel, nicht zu laut und einfühlsam vorgetragen, ist der ideale musikalische Rahmen bei dieser eher stillen Singstunde. Dazwischen unterhält sie mit weihnachtlichen Melodien wie etwa dem Ohrwurm «White Christmas», der in die besinnliche Stimmung passt wie kein anderer und für einmal gar nicht kitschig tönt.

Von «Kling, Glöckchen» über «Das isch de Stärn vo Betlehem» bis «Tochter Zion» reicht die Palette des Liederguts. Die anfänglich zaghaften Stimmen gewinnen an Kraft mit jedem zusätzlichen Lied. Die eine oder andere singt mit sicherer Stimme und teils auswendig. Kaum ist ein Lied verklungen, schnellt eine Hand in die Höhe und ruft die dazugehörende Stimme die Zahl zum Lied, das die Person sich als Nächstes wünscht. Es herrscht eine friedliche Stimmung inmitten der bunten Pflanzenvielfalt und der feierlichen Beleuchtung. Im Hintergrund führen die Floristinnen noch letzte Arbeiten an ihrem hohen Tisch aus, halten aber oft darin inne, um zu lauschen. Es liegt ein Zauber im Glashaus, der vom Gesang ausgeht und einem einfach gut tut. Auch wenn man nicht mitsingt. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 14.12.2018, 14:58 Uhr

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