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Fahndung nach der runden Birne

Die Vereinigung Fructus sucht in der Region nach einem speziellen Hochstamm-Birnbaum.

Die Vereinigung Fructus sucht nach der seltenen «Chugelibire».
Die Vereinigung Fructus sucht nach der seltenen «Chugelibire».
Bernadette Boppart

Sie ist klein, plattkugelig, grüngelblich und eine Seltenheit: Die« Chugelibire». Die Vereinigung zur Erhaltung und Förderung alter Obstsorten Fructus sucht im Rahmen eines Erhaltungsprojekts in den Gemeinden rund um den Pfannenstil Hochstamm-Birnbäume dieser Sorte, wie Fructus in einem Aufruf schreibt.

Die «Chugelibire» hat einen starken, holzigen Stiel und die Haut hat eine grüne bis grüngelbliche Grundfarbe und ist fast ganz von einem braunen, rauen Netz überzogen. Ihr Ursprung liegt mit grosser Wahrscheinlichkeit in den Gemeinden am rechten Zürichseeufer. Die Birne war hier und auf der Ostseite des Pfannenstils um 1860 in vielen Obstgärten zu finden. Bis in die Siebzigerjahre waren die Früchte ein beliebtes Produkt in der regionalen Küche.

Fast gänzlich verschwunden

Inzwischen sind viele Hochstamm-Obstbäume aus der Landschaft verschwunden. Gemäss der Organisation Hochstamm Suisse zählte man früher über 15 Millionen Bäume. Heute sind es nur noch 2,3 Millionen. Auch die «Chugelibire» verschwand fast gänzlich. Aktuell sind in der Schweiz nur noch drei Bäume dieser Sorte bekannt. Sie stehen im Zürcher Unterland und im Thurgau.

Die Früchte der alten Sorte können sogar zu dieser Jahreszeit noch am Baum hängen.

Wer einen «Chugelibire»-Baum entdeckt, kann sich per Email an birne@fructus.ch wenden.

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