Stäfa

Busstation zugemüllt und abgehauen

Im Wartehäuschen der Bushaltestelle Uelikon in Stäfa hat jemand seinen Hausrat untergebracht. Inzwischen ist der Wartehäuschen-Besetzer wieder verschwunden.

Ein Schrank, eine Matratze und allerlei Krimskrams lagen in der Bushaltestelle – das Motorrad gehört aber nicht zu den zurückgelassenen Sachen.

Ein Schrank, eine Matratze und allerlei Krimskrams lagen in der Bushaltestelle – das Motorrad gehört aber nicht zu den zurückgelassenen Sachen.
Leser-Reporter: zvg

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«Hir baue ich meinn Zuhause Leute!» stand in fehlerhaftem Deutsch auf einem weissen Blatt Papier. Darunter und daneben stapelten sich ein Schrank, ein Teppich, eine Matraze und weitere Dinge, die bei einem Umzug nicht fehlen dürfen. So weit, so unspektakulär. Wäre da nicht der Fakt, dass sich das Blatt und der ganze Hausrat im Wartehäuschen der Busstation Uelikon an der Allenbergstrasse in Stäfa befand. Alles sei so arrangiert worden, dass die Bushaltestelle nicht normal genutzt werden konnte, erzählte ein Stäfner, der auf die Unordnung aufmerksam wurde. «Dutzende Autofahrer, Velofahrer und Fussgänger gingen an der unbenutzbar gemachten Haltestelle vorbei», sagte der Anwohner, der anonym bleiben möchte*. Als nichts passierte, verständigte er schliesslich am 1. August die Polizei.

Die Kantonspolizei rückte am Nachmittag des Nationalfeiertages aus, um die Lage vor Ort zu überprüfen. Allerdings habe man da noch keinen Verdächtigen ausmachen können, bestätigt die Medienstelle der Kantonspolizei den Einsatz.

Fotobeweis der VZO

Auch den Verkehrsbetrieben Zürichsee und Oberland (VZO) ist der Vorfall bekannt. «In der Nacht vom vergangenen Samstag auf Sonntag wurde ein Chauffeur auf den Zustand der Haltestelle aufmerksam», hiess es von der Medienstelle der VZO. Der Chauffeur habe der Leitstelle ein Foto des verunstalteten Wartehäuschens zukommen lassen, worauf diese den Vorfall ins Protokoll aufgenommen hat. Die Instandhaltung respektive die Säuberung der Bushaltestellen sei Sache der Gemeinde, lässt die Medienstelle der VZO verlauten.

Am Dienstag wurde der Hausrat von der Gemeinde entsorgt. Die Müllabfuhr konnte den Sperrmüll auf ihrer regulären Tour mitnehmen. So entstanden keine Extrakosten für die Gemeinde, da solche Fahrten pauschal verrechnet werden.

«Die Möbelstücke gehörten einem Mieter einer Liegenschaft in der Nähe der Bushaltestelle», löst Daniel Scheidegger, Stäfner Gemeindeschreiber, das Rätsel um den mysteriösen Besetzer auf. Dieser sei in sein Heimatland zurückgekehrt und habe seine Möbel unbewilligt entsorgt. Mit Konsequenzen muss der Auswanderer nicht rechnen, da er durch seinen Wegzug für die Schweizer Behörden nicht mehr erreichbar ist.

Nun ist das Buswartehäuschen also wieder leer und kann, zwar nicht als Wohnung dafür aber von den wartenden Pendler genutzt werden.

*Name der Redaktion bekannt. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 03.08.2016, 18:23 Uhr

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