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Bellevue Group schafft Wende zum Erfolg

Die Umstrukturierung trägt Früchte: Die Bellevue Group ist im vergangenen Jahr von der Verlust- in die Gewinnzone zurückgekehrt. Massgebend dazu beigetragen hat die neue Ausrichtung als reine Vermögensverwalterin.

Die Restrukturierung sei «reibungsloser verlaufen als erwartet», sagte der CEO der Bellevue Group André Rüegg am Dienstag.
Die Restrukturierung sei «reibungsloser verlaufen als erwartet», sagte der CEO der Bellevue Group André Rüegg am Dienstag.
Keystone

Die Bellevue Group sieht sich nach einer strategischen Neuausrichtung wieder auf Kurs und ist im vergangenen Jahr in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Dies teilte die Führungscrew des Finanzdienstleisters am Dienstag in Zürich mit.

Voller Einsatz bis zuletzt

Der CEO der Bellevue Group, André Rüegg, sprach am Dienstag angesichts des abgeschlossenen Umbaus der Tochtergesellschaft Bank am Bellevue von einem Neustart. Die Aufgabe des Brokerage-Geschäfts (Wertpapierhandel) hatte am Hauptsitz der Gruppe in Küsnacht zum Abbau von 23 Stellen geführt. Die Restrukturierung sei «reibungsloser verlaufen als erwartet». Die vom Abbauentscheid betroffenen Mitarbeiter hätten sich in dieser Phase sehr konstruktiv verhalten und bis zuletzt vollen Einsatz geleistet. Insgesamt entstanden der börsenkotierten Finanzgruppe durch die Repositionierung der Bank am Bellevue — sie konzentriert sich voll und ganz auf das Vermögensverwaltungsgeschäft mit privaten und institutionellen Anlegern — Kosten in der Höhe von fünf Millionen Franken.

Trotz dieses finanziellen Sonderaufwandes hat die Bellevue Group im vergangenen Jahr ihre Ertragskraft unter Beweis gestellt und den operativen Gewinn mehr als verdoppelt. Unter dem Strich blieb ein Nettogewinn von 21,5 Millionen Franken, nach einem Verlust von 1,3 Millionen für 2016.

Nachdem im vergangenen Jahr das «Fundament der neuen Bellevue Group gelegt» wurde, will diese nun laut Rüegg weiter als «aktiver Asset und Wealth Manager» wachsen. Das neue Geschäft soll mit Geduld und entsprechenden Investitionen in den nächsten zwei bis drei Jahren gezielt verbreitert werden. Ziel ist es, die weiterhin defizitäre Bank am Bellevue unter der Ägide des neuen Geschäftsleiters Thomas Pixner sobald als möglich wieder auf profitable Beine zu stellen. Dessen Angaben zufolge könnte die Bank am Bellevue «im Idealfall» in den nächsten zwei Jahren die Gewinnschwelle erreichen: «Wenn es eine grosse Börsenkorrektur gibt, ist das Ziel natürlich schwieriger zu erreichen».

Zentrale bleibt in Küsnacht

Am Sitz der Bellevue Group in Küsnacht sind 55 der insgesamt 100 Mitarbeitenden des Vermögensverwalters tätig. Das sind unter dem Strich gleichviele wie vor der Einstellung des Brokerage- und Corporate-Finance-Geschäfts vor einem Jahr. Grund dafür ist laut Rüegg, dass in der Zwischenzeit in Küsnacht neue Stellen in einem anderen Bereich — im Asset Management — aufgebaut worden sind. «Wir bleiben in Küsnacht als Hauptsitz», sagte Rüegg am Rande der Konferenz gegenüber der ZSZ: «Und wir haben die Kapazität, in Küsnacht zehn bis 15 weitere Mitarbeiter unterzubringen».

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