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Endlich sind in Küsnacht die Bagger am Werk

Der Aushub für das neue Betreuungshaus der Schule Küsnacht Dorf hat begonnen. Der Baubeginn verzögerte sich um ein Jahr, weil sich die Politische und die Schulgemeinde zuerst über die Verwendung des Gebäudes einigen mussten.

Weg mit dem Gestrüpp: Die Vorarbeiten für den Bau des Betreuungshauses der Schule Küsnacht Dorf haben diese Woche angefangen.
Weg mit dem Gestrüpp: Die Vorarbeiten für den Bau des Betreuungshauses der Schule Küsnacht Dorf haben diese Woche angefangen.
Sabine Rock

Die Bauarbeiten werden anderthalb Jahre dauern. Dann soll an der Oberen Wiltisgasse 28 in Küsnacht ein zweiteiliges Gebäude der Schule Küsnacht stehen. Es ist vorgesehen als neuer Standort der Mittags- und Tagesbetreuung der Schule Dorf. Dort werden Kinder über Mittag, am Nachmittag und in Randstunden sowie während der Ferien verpflegt und betreut.

Heute sind die Betreuungsangebote auf verschiedene Standorte verteilt. Die Schulgemeinde sieht mit den steigenden Schülerzahlen wachsenden Bedarf an Tagesbetreuung auf sich zukommen. Im Juni 2015 erhielt sie die Zustimmung der Stimmbürger für das neue Betreuungshaus. Sie bewilligten 5,7 Millionen Franken für die Baukosten und 1,8?Millionen Franken für den Baurechtszins, den die Schule in den nächsten 50 Jahren zu zahlen hat.

Hort brannte ab

Die Baurechtsszinsen bekommen wird die Politische Gemeinde Küsnacht. Sie ist die Eigentümerin des Grundstücks, auf dem auch das historische Alderhaus steht. In Küsnacht sind – anders als in anderen Gemeinden – Schulgemeinde und Politische Gemeinde nach wie vor getrennt.

Als Vorläufer des jetzt entstehenden Neubaus stand auf dem Areal an der Oberen Wiltisgasse das sogenannte Hortbaräggli. Es brannte am 24. November 2016 ab. Eigentlich hätte es zu diesem Zeitpunkt längst abgebrochen sein sollen, der Bau des neuen Betreuungshauses hätte schon ein halbes Jahr laufen sollen. Aber das Projekt war zum Stillstand gekommen, weil sich die Politische Gemeinde und die Schulgemeinde zuerst über die Verwendung des neuen Gebäudes nicht ganz einig waren.

Ganzes Gebäude für Schule

Vor der Abstimmung über den Neubau hatte die Schulgemeinde erklärt, dass im Nordteil des Hauses das Familienzentrum der Politschen Gemeinde unterkommen werde, wenn auch nur vorübergehend. Aber vor dem geplanten Spatenstich im Frühjahr 2016 überraschte die Schule die Politische Gemeinde mit der Mitteilung, dass sie die Räume wegen steigender Schülerzahlen selbst benötige.

Inzwischen haben sich die Beteiligten geeinigt. «Es bleibt bei einer vollständigen schulischen Nutzung», sagt Schulpräsidentin Danièle Glarner (FDP) zur Verwendung des Neubaus. Das Familienzentrum der Politischen Gemeinde bleibt damit wohl zumindest vorderhand an seinem heutigen Standort am Tobelweg. Am bisherigen Standort bleibt auch die Freizeitanlage der Politischen Gemeinde im Quartier Heslibach, nämlich im Untergeschoss des Schulhauses Heslibach. Die Schulgemeinde hatte erwogen, den Mietvertrag zu kündigen, um ihre Platzprobleme zu lösen. Davon hat sie abgesehen. Im Gegenzug verzichtet die Politische Gemeinde darauf, ihr Familienzentrum im neuen Betreuungshaus unterzubringen.

Die Baufreigabe für sämtliche Rodungs-, Abbruch-, Aushub- und Neubauarbeiten liege vor, schreibt die Schule in einer Medienmitteilung zum Betreuungshaus. Gerodet wurde unter anderem eine Rotbuche, für die sich Gegner des Neubauprojekts stark gemacht hatten. Abgebrochen werden musste nach dem Brand des Hortbarägglis nur noch ein Schopf. Am Dienstag dieser Woche hat die Küsnachter Firma Wyder mit dem Aushub der Baugrube begonnen.

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