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Baustart für den Neubau der Klinik Schlössli ist erfolgt

Der Ersatzneubau der Klinik Schlössli nimmt bald Gestalt an: Am Donnerstag hat die Grundsteinlegung stattgefunden. Zuvor musste das alte Gebäude komplett rückgebaut werden. Unter den Neubau kommt das Herz der Klinik: die Technikanlage.

Tief unten ging es hoch her: In der Baugrube für den neuen Trakt der Klinik Schlössli ist der Grundstein gelegt worden.
Tief unten ging es hoch her: In der Baugrube für den neuen Trakt der Klinik Schlössli ist der Grundstein gelegt worden.
David Baer

Ein riesiger Kran, eine gewaltige Baugrube und diverse Betongebilde tief im Erdreich: Auf dem Areal der psychiatrischen Privatklinik Schlössli in Oetwil ist einiges im Tun. Vor wenigen Monaten stand hier noch das Patientenhaus D aus dem Jahr 1954. Dieses ist in monatelanger Arbeit rückgebaut worden, um Platz zu schaffen für den Ersatzneubau: einen Kubus aus Backstein- und Betonelementen. «Der Neubau soll dereinst die Visitenkarte unseres Unternehmens darstellen», sagt David Bosshard, Verwaltungsrat der Clienia Schlössli AG. Zusammen mit rund 70 Personen hat er sich zur Grundsteinlegung auf der Baustelle eingefunden. «Das Projekt ist für uns ein grosser Wurf», erklärt er. Einen solchen tätige die Klinik nur etwa alle 15 Jahre. Der CEO ist überzeugt, dass man mit dem neuen Gebäude nach Minergie-Standard modernen Ansprüchen gerecht wird und wettbewerbsfähig bleibt.

77 Betten auf vier Stationen

Im vierstöckigen Ersatzhaus D entstehen drei Privatstationen und eine Abteilung für ältere allgemeinversicherte Patienten. Therapieräume sowie eine öffentlich zugängliche Cafeteria mit 100 Plätzen ergänzen das Angebot. Auf den Stationen sind 77 Betten vorgesehen — das sind 20 mehr als im alten D-Haus. Damit erhöht sich das Bettenangebot der Clienia Schlössli auf rund 230 Betten. Klinikdirektor Martin Werthmüller freut sich sehr darüber: «Wir sind seit Jahren zu 100 Prozent ausgelastet.»

«Falls unsere Nachfolger im selben Rhythmus bauen, wird die Zeitkapsel erst 2080 wieder geöffnet.»

David Bosshard, Verwaltungsrat Clienia Schlössli AG

Beim Neubau setzt die Klinikleitung auf die Einerzimmer-Strategie: «Alle privat oder halbprivat versicherten Patienten wohnen in einem Einzelzimmer.» Das entspreche in der heutigen Zeit einem grossen Bedürfnis und sei entscheidend, um keine Patienten an die Konkurrenz zu verlieren.

Betrieb läuft weiter

Für das neue Patientenhaus sind 30 Millionen Franken eingeplant. Die Clienia Schlössli AG übernimmt davon 2 bis 3 Millionen für Ausbau und Einrichtungen. Den Rest finanziert die Hinderer Liegenschaften AG, bei welcher die Privatklinik eingemietet ist.

Als grösste Herausforderung des Projektes bezeichnet Werth-müller den Umstand, dass sämtliche Bauarbeiten bei laufendem Betrieb stattfinden. Der Klinik-direktor richtet in seiner Ansprache deshalb einen besonderen Dank an die Mitarbeiter, «welche sehr flexibel reagieren und teils grosse Lärm- und Staubbelastungen ertragen müssen».

Komplexe Technik

Aktuell finden Arbeiten im Untergrund statt: Seit März 2017 wird im Erdreich an einer neuen Technikzentrale gearbeitet. Sie wird einen Trakt des Neubau-Untergeschosses bilden. «Die Zentrale ist das Herz der Klinik», sagt Martin Werthmüller. Die gesamte Elektronik, Alarmierung, Telefonie, der Brandschutz sowie das IT-Netzwerk für das ganze Areal werden künftig von hier aus gesteuert. Er habe sich sagen lassen, dass diese Arbeiten sehr komplex seien, sagt der Klinikdirektor mit einem Augenzwinkern. Deshalb sei er froh, wenn Ende Jahr die Decke des Untergeschosses erstellt sei und nur noch Arbeiten über der Erde anstehen würden. «2019 soll das Haus bezugsbereit sein.»

Der Startschuss zu diesem Ziel erfolgt am Donnerstag unter Begleitung von klassischer Musik: Gemeinsam steigen David Bosshard und Martin Werthmüller in die Baugrube und versenken eine Metallbox in der Erde. Deren Inhalt: Baupläne, zwei Oetwiler Liköre und die aktuelle «Zürichsee-Zeitung». «Falls unsere Nachfolger unseren Baurhythmus beibehalten, wird dieser Behälter erst 2080 wieder geöffnet», sagt David Bosshard.

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