Hombrechtikon

Bauernhof rund um Hombrechtiker Menzihaus soll saniert werden

2014 wurde das denkmalgeschützte Menzihaus im Weiler Lützelsee saniert. Nun sollen auch die dazugehörigen Landwirtschaftsgebäude eine Verjüngungskur erhalten.

Die Oekonomiegebäude, welche zum Menzihuus in Hombrechtikon gehören, sollen saniert werden. Dafür hat die kantonale Baudirektion im Januar einen Wettbewerb lanciert. Mitte Juni wurde nun bekannt, wer den Zuschlag für das Projekt erhalten hat.

Die Oekonomiegebäude, welche zum Menzihuus in Hombrechtikon gehören, sollen saniert werden. Dafür hat die kantonale Baudirektion im Januar einen Wettbewerb lanciert. Mitte Juni wurde nun bekannt, wer den Zuschlag für das Projekt erhalten hat. Bild: Manuela Matt

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Mit seinen roten Riegeln und der weissen Fassade ist das Hombrechtiker Menzihaus schon von weitem sichtbar. Etwas erhöht thront es seit fast 280 Jahren über dem Lützelsee. Das denkmalgeschützte Wohnhaus, welches sich seit 1964 im Eigentum des Natur- und Heimatschutzfonds und damit des Kantons befindet, ist Teil eines Landwirtschaftsbetriebes und wurde 2014 im Zuge eines Pächterwechsels umfassend saniert. Weil auch die umliegenden, nicht unter Schutz stehenden Ökonomiegebäude etwas in die Jahre gekommen sind, hat das kantonale Hochbauamt jüngst einen Planerwettbewerb für die Instandsetzung und Erweiterung ebendieser durchgeführt.

34 Bewerbungen waren in einer ersten Phase beim kantonalen Hochbauamt eingegangen. Ein Beurteilungsgremium bestehend aus Vertretern des Hochbauamts und der kantonalen Denkmalpflege sowie externer Experten lud in der Folge fünf Architekturteams dazu ein, am eigentlichen Planerverfahren teilzunehmen. Ihre Aufgabe war es, die Anordnung der Nutzungen innerhalb des Areals unter Rücksichtnahme auf den regen Publikumsverkehr kritisch zu prüfen.

Nicht nur das Menzihaus, auch die dazugehörenden Landwirtschaftsgebäude stehen unter Denkmalschutz.

Maschinen haben keinen Platz

Wie aus den öffentlich einsehbaren Submissionsunterlagen hervorgeht, verfügt die alte Remise des Landwirtschaftsbetriebs über eine unzureichende Raumhöhe für die heutigen Maschinen. Auch die Ställe müssen optimiert werden, damit sie die Anforderungen an die Tierhaltung und die betrieblichen Abläufe erfüllen. Ausserdem soll ein Raum geschaffen werden, der über die nötigen Grundinstallationen verfügt, um dort die Herstellung der Hofprodukte unterzubringen.

Die überzeugendste Lösung zu dieser Ausgangslage konnte das Planerteam der Clou Architekten präsentieren. Wie das kantonale Hochbauamt Ende Juni bekannt gab, hat das Beurteilungsgremium das Zürcher Architekturbüro mit der Gesamtleitung für die Instandsetzung und Erweiterung der Ökonomiegebäude beauftragt. «Clou Architekten gelang es, mit einfachen Mitteln Ansätze aufzuzeigen,wie ein ortsbaulicher Mehrwert generiert werden kann», sagt Markus Pfanner, Mediensprecher der kantonalen Baudirektion.

In ihrer Analyse skizzieren die Architekten etwa die Idee einer Remise ganz im Westen des Hofes gegen den Wald hin. Die Fassade des bestehenden Stalles könnten mit dem Einfügen von Dachgauben geöffnet werden. Auch ein eingezäumter, einsehbarer Auslauf für die Tiere schwebt den Planern vor. Im Süden des Areals ist derweil ein privater Bereich für die Pächter angedacht.

Bau unter laufendem Betrieb

In einem nächsten Schritt sollen nun mit einer Machbarkeitsstudie die Rahmenbedingungen für das Projekt präzisiert werden. «Auf dieser Grundlage wird dann dasjenige Szenario ausgewählt, welches bezüglich Kosten, Betrieb, ortsbaulichem Mehrwert und Bewilligungsfähigkeit als Optimum erachtet wird», erklärt Markus Pfanner. Aktuell werde von einer Realisierung 2020/21 ausgegangen. Der von der Baudirektion vorgegebene Kostenrahmen beläuft sich auf 1,2 bis 1,7 Millionen Franken. Klar ist zudem bereits heute, dass die Bauarbeiten unter laufendem Betrieb durchgeführt werden müssen.

Erstellt: 10.07.2019, 13:36 Uhr

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