Zum Hauptinhalt springen

Aus dem Nähkästchen zu plaudern, ist nicht ihr Stil

Seit einem Jahr verkauft das Ehepaar Evelin Huber und Martin Köllnberger massgeschneiderte Kleidung in Zollikon. Zu ihrem Kundenstamm gehören Prominente und gar eine Königin.

Ladenbesitzerin Evelin Huber lassen die Stücke für ihre Kunden massschneidern.
Ladenbesitzerin Evelin Huber lassen die Stücke für ihre Kunden massschneidern.
André Springer

Wer die schmucke kleine Kleiderboutique «Swiss Country Couture» an der Alten Landstrasse in Zollikon betritt, weiss meist genau was er haben will. Die Chance, dass die genaue Vorstellung vom perfekten Kleidungsstück nicht erfüllt wird, ist minim.

Die Besitzer Evelin Huber und Martin Köllnberger setzen auf Handarbeit. Jacken, Blusen, Hemden und sogar Hochzeitskleider werden massgeschneidert. Dutzende hochwertige Stoffe warten förmlich darauf, nach Lust und Laune kombiniert zu werden. Produziert werden die Kleidungsstücke in Niederbayern.

Berühmte Kundschaft

Vor ungefähr einem Jahr öffnete das Geschäft in Zollikon seine Türen. Zuvor verkaufte das Paar Mode in Küsnacht. Anfangs setzten sie auf klassische Trachtenkleidung und vertrieben Mode anderer Hersteller. Huber und Köllnberger hatten ein Gespür für den richtigen Moment und setzten bald auf massgeschneiderte Kleidung.

Der Kunde ist bei «Swiss Country Couture» wortwörtlich König. «Wir haben viele berühmte Kunden. Sogar eine Königin zählt zu unserem Kundenstamm», sagt Evelin Huber. Um wen es sich dabei handelt, verrät die 54-Jährige aber nicht. Aus dem Nähkästchen zu plaudern, wäre für sie fehl am Platz. Dafür ist sie zu diskret. Dennoch schwärmt sie in den höchsten Tönen von ihren prominenten Kunden:« Je berühmter eine Kundin, desto liebenswürdiger und bescheidener ist sie.» So mache Verkaufen Spass.

Ideale Rollenverteilung

Evelin Huber, die selbst praktisch immer ihre eigenen Kollektionen trägt, blüht auf, wenn sie von den Farben und Schnitten ihrer Kreationen erzählt. So kommt die Arbeitsaufteilung zwischen ihr und ihrem Mann nicht von ungefähr. Während er sich weitgehend um das Controlling und die administrativen Belange kümmert, steht sie im direkten Kundenkontakt und lebt ihre kreative Seite aus. «Mein Mann ist aber klar der Chef und ist auch bei der Stoffauswahl mit Leidenschaft dabei», sagt sie.

Inspirieren lassen sich die Beiden bei den Stoffen und den Schnitten von den verschiedenen Messen in Mailand, Paris oder München. Obwohl sie sich gerne an Trends orientieren, bleiben sie ihrer Linie treu. Die Frauen- und Herrenbekleidung ist stets elegant und verzichtet auf viel Schnickschnack. «Unsere Kunden wollen klassische, reduzierte Kleidung», sagt Huber. Gerne lässt sie sich für ihre Kollektionen auch von den Kunden inspirieren: «Ich habe durch ihre Wünsche sehr viel gelernt.» Es sei fast so, als ob die Kollektionen durch sie entstehen würden.

Frischer Wind

In der Boutique wird jede Person fündig. «Egal ob Zwergerl oder Riese: Bei uns findet jeder etwas», sagt Huber. Dass die Kleidung schlussendlich optimal zum Typ passt, ist Evelin Huber sehr wichtig. «Grundsätzlich passt jede Farbe zu jedem Menschen», sagt sie. Elementar sei nur, dass man alles richtig kombiniert. Für jeden Kunden nimmt sie sich Zeit. Ein Gespräch vorab über die genauen Wünsche zum Kleidungsstück sei unabdingbar, sagt Huber. «So können wir Zufriedenheit garantieren.»

Die vielen Stammkunden schätzen die persönliche Beratung und empfehlen die Boutique gerne weiter. Mit den Stammkunden kommt auch immer mehr deren Nachkommen in das Geschäft in Zollikon. Um auch den jüngeren Generationen etwas zu bieten, fragt Evelin Huber gerne ihre 19-jährige Tochter um Rat. «Sie arbeitet mittlerweile auch mit und sorgt dafür, dass unsere Mode noch etwas mehr Pfiff bekommt.»

Nicht nur Kunden aus der Umgebung wissen die Qualität von «Swiss Country Couture» zu schätzen. «Oft kleiden wir Personen ein, die ans WEF in Davos gehen», sagt Huber. Dadurch wird ihre Kleidung mittlerweile auch über die Landesgrenzen hinaus getragen. Obwohl sich die Preise für die Jacken, Röcke und Kleider im höheren Preissegment bewegen, lohne sich die Investition, sagt Huber. «Man besitzt anschliessend ein echtes Unikat.»

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch