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Auch in Herrliberg sorgt ein Zentrumsprojekt für Zwist

Nicht nur Küsnacht, sondern auch Herrliberg stimmt am 12. Februar über die Zukunft seines Dorfzentrums ab. Vorerst geht es lediglich um einen Kredit von 250 000 Franken.

Um den offenen Bereich im Herrliberger Dorfzentrum (nördlich des weissen Gebäudes) dreht sich die Diskussion.
Um den offenen Bereich im Herrliberger Dorfzentrum (nördlich des weissen Gebäudes) dreht sich die Diskussion.
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«Das hat uns gerade noch gefehlt», schreiben die Gegner – «Ja für einen Schritt in die Zukunft» die Befürworter. Zwei Wochen vor der Abstimmung am 12. Februar trifft bei den Herrliberger Stimmbürgern ein Flugblatt nach dem anderen ein. Es geht um die umstrittene Vorlage zur Detailplanung des Dorfzentrums, die der Gemeinderat mit einem Kredit von 250 000 Franken vorantreiben will.

Seit Jahren lautet das Ziel der Behörde, die beiden Zentrumsbereiche links und rechts der Forchstrasse besser miteinander zu verbinden. Heute führt eine unwirtliche Fussgängerunterführung von der Seite mit Schulhäusern, Alterssiedlung, Drogerie und Metzgerei hinüber zum alten Dorfplatz, wo weitere Detaillisten und ein Restaurant angesiedelt sind. Der Gemeinderat will nun einen Investor suchen, der die Neugestaltung des Dorfzentrums im Baurecht realisiert und finanziert. Fest eingeplant sind dabei ein neuer Grossverteiler mit rund 1000 Quadratmetern Ladenfläche sowie ein Parkhaus.

Gewerbe ist uneins

Gegen das Ansinnen kämpft in erster Linie die SVP, neuerdings flankiert vom überparteilichen «Komitee für eine vernünftige Zentrumsgestaltung», in dem einige namhafte Herrliberger Persönlichkeiten vertreten sind. Gemeindepräsident Walter Wittmer (Gemeindeverein) erhebt im Interview mit der ZSZ den Vorwurf, die Gegner kämpften mit unlauteren Mitteln. So seien einige Behauptungen im Flugblatt falsch – etwa dass der Abbruch des Gebäudes mit der heutigen Drogerie geplant sei.

Auch die Präsidenten von FDP und Gemeindeverein, die hinter dem Behördenprojekt stehen, schreiben in einer Stellungnahme, dass «einige Fakten richtig gestellt werden müssen». Die SVP wolle allein schon die Finanzierung eines geologischen Gutachtens über den Baugrund verunmöglichen. Dabei brauche es genau solche Abklärungen, damit die Herrliberger später in einem zweiten Schritt über ein konkretes Projekt und dessen Vor- und Nachteile diskutieren und darüber abstimmen könnten.

Zu den Befürwortern gehören auch der Metzger und der Drogist, beides Mieter in Gemeindeliegenschaften, sowie der Vorstand des Gewerbevereins. Das übrige Gewerbe scheint aber gespalten: Einige Geschäftsinhaber haben sich dem Nein-Komitee angeschlossen. SVP-Vorstandsmitglied Domenik Ledergerber sagt, er sei angesichts der breiten Unterstützung zuversichtlich, dass das Projekt gestoppt werde.

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