Männedorf

Männedörfler reichen Petition für Tempo 30 ein

Anwohner der Hofenstrasse haben dem Gemeinderat 167 Unterschriften für ein gesamtheitliches Tempo-30-Konzept auf Gemeindestrassen übergeben.

Die Hofenstrasse und der Hofenrank (Bild) – hier wird gemäss Anwohnern zu schnell gefahren.

Die Hofenstrasse und der Hofenrank (Bild) – hier wird gemäss Anwohnern zu schnell gefahren. Bild: Moritz Hager

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Anwohner der Hofenstrasse machen sich Sorgen um die Sicherheit ihrer Kinder. Vor allem im Bereich des unübersichtlichen Hofenranks werde oft zu schnell gefahren. Im vergangenen Herbst lancierten sie deshalb eine Online-Petition für die Einführung von Tempo 30 auf der Quartierstrasse sowie allen übrigen Gemeindestrassen. Am Donnerstagnachmittag haben die Initianten die Unterschriftensammlung nun der Gemeinde übergeben.

167 Personen, davon 143 aus der Gemeinde selber, unterstützen das Anliegen. Darunter sind aber längst nicht nur besorgte Eltern schulpflichtiger Kinder. Wie Peter Michael Wehrli, Mitinitiant der Petition, erklärt, hätten auch viele ältere Mitbürger, etwa aus dem Altersheim Emmaus, die Petition unterschrieben. «Auch sie sorgen sich um ihre Sicherheit im Strassenverkehr.»

Grenze wird überschritten

Die über 60 Online-Kommentare, welche im Zuge der Unterschriftensammlung zusammengekommen sind, machen deutlich, wie gross das Bedürfnis nach einer Verkehrsberuhigung an der Hofenstrasse ist. «Die Hofenstrasse ist eine Wohnstrasse, Kinder gehen ihr entlang zur Schule. Die Autos fahren teilweise sogar über 50 Stundenkilometer. Es ist gefährlich hier die Strasse zu überqueren – eine Verkehrsberuhigung ist dringen nötig, für Jung und Alt.» schreibt etwa eine Anwohnerin.

Aber nicht nur tagsüber, sondern vor allem auch nachts und bergabwärts würden Automobilisten mit überhöhter Geschwindigkeit auf der Hofenstrasse verkehren, sagt Wehrli, der selber direkt am Hofenrank (Ecke Tötzliweg) wohnt. «Weil die Strasse unter- und oberhalb des Ranks ziemlich gerade verläuft, drücken viele aufs Gas.»

Wehrli und seine Mitstreiter setzten viel Hoffnung in die Petition, auch wenn sie wissen, dass der Gemeinderat von Amtswegen her nicht gezwungen ist, auf das Anliegen einzugehen. «Die Petition gibt unserem Wunsch Ausdruck, dass der Gemeinderat seine Politik mutig weiterverfolgt», sagt Wehrli. Denn auf vielen Gemeindestrassen gelte bereits heute Tempo 30.

Die 167 Unterschriften wertet Wehrli als klares Zeichen, dass eine Verkehrsberuhigung auf sämtlichen Gemeindestrassen einem grossen Bedürfnis entspreche. «Und der Gemeinderat ist schliesslich dazu da, auf die Bedürfnisse der Bevölkerung einzugehen und deren Anliegen umzusetzen.» Um sich nachhaltig für ihre Forderung stark machen zu können, haben die Initianten der Petition inzwischen auch eine Interessensgemeinschaft, die IG Hofenstrasse, gegründet.

«Der Gemeinderat ist schliesslich dazu da, auf die Bedürfnisse der Bevölkerung einzugehen und deren Anliegen umzusetzen.»Michael Wehrli

Von Seiten der Gemeinde hat man das Anliegen der Anwohner zu Kenntnis genommen, wie Gemeindeschreiber Jürg Rothenberger erklärt. Er betont aber gleichzeitig, dass Tempo 30 – auch an der Hofenstrasse – ein Thema ist, mit welchem sich der Gemeinderat bereits seit längerer Zeit eingehend beschäftige.

Im Sommer 2018 führte die Gemeinde denn auch Lärmmessungen an besagter Quartierstrasse sowie an zwei weiteren Gemeindestrassen durch. Dies, weil vermutet wurde, dass die behördlichen Lärmschutzvorgaben auf diesen Achsen nicht eingehalten werden. Seit 2018 stehen Gemeinden und Kantone nämlich in der Pflicht. Sie haben sicherzustellen, dass die sogenannten Immissionsgrenzwerte entlang der Strassen eingehalten werden, und falls nicht, dass Massnahmen zum Lärmschutz umgesetzt werden.

Geschäft ist traktandiert

Inzwischen liege dem Gemeinderat der Fachbericht zu den Lärm- und Geschwindigkeitsmessungen samt Verkehrszählungen vor, erklärt Rothenberger. Ausserdem habe Mitte Dezember eine Begehung mit Vertretern des Gemeinderats, der Kantonspolizei und einer Fachexpertin stattgefunden.«Der Gemeinderat wird das Thema aufgrund der neuen Erkenntnisse in seiner Sitzung Ende Januar diskutieren, um gestützt darauf einen formellen Beschluss fassen zu können.» Danach würden auch die Anwohner informiert.

Erstellt: 16.01.2020, 17:01 Uhr

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