Stäfa

Am Bahnhof Stäfa ist die Zeit im Container zu Ende

Die Renovationsarbeiten am Stäfner Bahnhofgebäude sind nach zehn Monaten abgeschlossen, die neuen SBB-Schalter wieder geöffnet. Am Dienstag kommt auch noch das Container-Provisorium weg.

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Der Geschäftsführer des Bahnhofs Stäfa, Hanspeter von Niederhäusern, ist zufrieden. Nicht nur verlief die Zeit ab dem 18. Mai letzten Jahres im Container für ihn und sein Team reibungslos, auch die SBB-Kunden hätten sich rasch an die provisorische Situation gewöhnt. Doch jetzt ist alles vorbei. Noch vor der Karwoche war die neu gestaltete Schalterhalle im Erdgeschoss des Bahnhofgebäudes bezugsbereit, sodass die Kunden seit dem 22. März dort bedient werden.

Die beiden Schalter präsentieren sich nicht wie vorher hinter einer Scheibe, sondern sind offen, wie schon im Provisorium. «Der Kundenkontakt ist dadurch persönlicher und man versteht sich besser», beteuert von Niederhäusern. Von Kundenseite hat er nur positive Reaktionen erhalten.

Sitzgelegenheit im Laden

Der Schalterraum, von dem man keinen Durchblick mehr zu den Gleisen hat, ist dank der Fensterfassade zum Dorf hin lichtdurchflutet. Die SBB-Angestellten schätzen nach eigener Aussage den Blick ins Freie. Ein Windfang mit automatischen Türen schirmt gegen Kälte ab, wenns warm wird wie dieser Tage, bleiben die Türen gar offen. In den hinteren Räumen stehen dem SBB-Team nebst einem Gepäck- und Lagerraum zwei Arbeitsplätze mit PC zur Verfügung, eine Toilette sowie ein Pausenraum mit Blick gegen Norden auf den Perron.

Was noch fehle, meint der Geschäftsführer, sei eine Sitzgelegenheit für Wartende. Man habe aber vorausschauend eine Vereinbarung getroffen mit dem Team des Avec-Einkaufsladens, der neben der Unterführung steht und von der Renovation verschont blieb. Vor allem ältere Zugspassagiere dürfen demnach die dortigen Sitzgelegenheiten im Innern ohne Konsumzwang in Anspruch nehmen.

Im dreistöckigen denkmalgeschützten Bahnhofgebäude aus dem Jahr 1967, das neu mit einem Lift ausgestattet ist, befindet sich auch eine Augenarztpraxis. Sie hat ihre neuen Räumlichkeiten im ersten Obergeschoss am Wochenende bezogen. Zuoberst haben die SBB das Dachgeschoss ausgebaut und zwei Wohnungen eingerichtet. Geheizt wird künftig mit erneuerbarer Energie.

Blumengeschäft ging zuletzt

Als letzter Mieter hat nun am Montag Martin Imbach mit seinem Blumengeschäft Valse des Roses das Container-Provisorium verlassen. Während er mit seinen Angestellten das Einrichten vorantreibt und Rosensträusse in Vasen von einem Ort zum andern trägt, geht der Verkauf im Provisorium bis am Abend weiter. In seiner «Boutique», wie Imbach den neuen Blumenladen nennt, steht ihm eine viermal grössere Ladenfläche als vor dem Umbau zur Verfügung. So wird er künftig neben Rosen und Orchideen ein erweitertes Sortiment für Balkon- und Gartenliebhaber anbieten. Eine nostalgische Holzbank wird bei ihm vor dem Geschäft zum Innehalten einladen.

Heute Diesntag wird der leere Container, der eigens für den Bedarf in Stäfa konzipiert wurde, abgebaut. Die SBB werden ihn voraussichtlich in Küsnacht aufstellen. Ab dem 23. April befinden sich die Bushaltestellen der Verkehrsbetriebe Zürichsee und Oberland (VZO) wieder vor dem Bahnhofgebäude, bis dahin halten die Busse noch vor dem Güterschuppen. Im Eingangsbereich der Schalterhalle stehen zwei Billett-Automaten. Derjenige auf dem Perron ist hingegen entfernt worden, zum grossen Unmut von Passagieren.

Einweihungsfest der Blumeboutique. Samstag, 14. April, von 9 bis 17.30 Uhr. Die Besucher erwarten Musik, Essen und Getränke und eine Rose als Geschenk. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 09.04.2018, 18:01 Uhr

Billettautomat auf dem Perron entfernt

Das Bahnhofsgebäude in Stäfa ist erneuert, dafür entsteht Unmut auf dem Perron. Ohne Ankündigung wurde der Billettautomat auf dem Bahnsteig abmontiert. Das überrascht Bahnkunden, die kurz vor der Abfahrt des Zuges noch ihr Ticket lösen wollen – und jetzt Gefahr laufen, ihren Zug zu verpassen. Denn nun müssen sie nochmals die Treppe zur Unterführung runter- und von dort zum Bahnhof wieder hochsteigen, wo zwei Billettautomaten stehen.

Für Reto Schärli, Mediensprecher der SBB, sprachen praktische und Sicherheitsgründe für die Demontage. Wegen der südlichen Ausrichtung war der Bildschirm bei schönem Wetter der Sonne ausgesetzt, was die Lesbarkeit beeinträchtigt habe. Ein anderer Standort sei auf dem Perron wegen der Vorschriften des Bundesamts für Verkehr nicht möglich. «Reisende müssen auf dem Perron aus Sicherheitsgründen möglichst ungehindert zirkulieren können», sagt Schärli. Wenn während der Hauptverkehrszeiten mehrere Reisende vor dem Billettautomaten warteten, könnte dies auf dem relativ schmalen Perron in Stäfa zum Hindernis werden.

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