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Altersheim wehrt sich gegen Lärm und Abfall im Park

Im Park rund um die Villa Alma stehen neu mehrere Schilder mit Verhaltenshinweisen. Doch nicht immer werden diese befolgt.

Höflich, aber bestimmt werden die Parkbesucher zu Ruhe und Ordnung angehalten.
Höflich, aber bestimmt werden die Parkbesucher zu Ruhe und Ordnung angehalten.
Christian Dietz-Saluz

Ruhig, gepflegt und sauber, so wollen die Bewohner des Seeufers ihre Grünanlagen am Wasser. Das gilt auch für den Alma-Park rund um die Villa Alma in Männedorf. Mit seinen Wiesen und den schattenspendenden Bäumen lädt der Park zum Verweilen ein. Nur etwas passt nicht in dieses idyllische Bild. Mehrere Schilder stehen seit Kurzem im ganzen Park verteilt. Sie weisen den Parkbesucher auf einige Verhaltensregeln hin und auch darauf, dass auf dem gleichen Grundstück im privaten Alters- und Pflegeheim in der Villa Alma ältere Menschen ihren Lebensabend geniessen.

Aufgestellt haben die Schilder vor rund drei Wochen die Gemeinde Männedorf und die Leitung des Alters- und Pflegeheims. Grund dafür sei die Häufung von Reklamationen über Lärm und Abfall, wie Gemeindeschreiber Jürg Rothenberger erklärt. «An schönen Sommerabenden kommen immer mehr Leute, speziell junge Leute, in den Park, hören Musik und essen und trinken.» Der dadurch entstehende Lärm und Abfall ist insbesondere für die Bewohner der Villa Alma unangenehm.

Absperrung nicht möglich

Drastischer als die Gemeinde stuft Wolfgang von Muralt, Leiter des Heims, die Situation ein. «Die Leute werden immer frecher. Nicht nur das Littering und der Lärm sind ein Thema, es kam auch schon zu Sachbeschädigung.» So seien beispielsweise schon mehrmals Parkbänke beschädigt worden. Seiner Meinung nach wäre die beste Lösung, den Park während der Nacht einfach zu schliessen. Dass der damit verbundene Aufwand aber zu gross wäre, ist von Muralt bewusst. «Das Problem ist, dass wir wegen des Denkmalschutzes keine Absperrung rund um die Villa errichten können. Denn momentan kann man ohne Weiteres vom öffentlich zugängigen Teil des Parks in den privaten Bereich der Villa Alma gelangen.»

Um der Situation Herr zu werden, hat sich von Muralt an die Gemeinde Männedorf gewendet. Dort war die Thematik, wegen vermehrter Beschwerden und Polizeiaufgeboten rund um den Alma-Park, bekannt. So entschied man sich gemeinsam für die Schilder, welche die Besucher des Parks zur Rücksichtnahme aufrufen sollen.

Keine weiteren Massnahmen

Ob die Massnahme bereits Wirkung zeigt, kann aus heutiger Sicht noch nicht gesagt werden. «Wir nehmen am Ende der Sommersaison entsprechende Auswertungen vor, erst dann können wir dazu Auskunft geben», sagt Rothenberger. Auf jeden Fall seien vorerst keine weiteren Massnahmen geplant.

Wolfgang von Muralt hofft, dass die Schilder auf Dauer Wirkung zeigen. Denn trotz allem ist er der Meinung, dass der Park für alle da sein soll und meint zum Schluss auch: «Es ist ja schön, wenn ein bisschen Leben im Park ist, aber irgendwo gibt es Grenzen.»

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