Zumikon

Als für den Snowboarder David Hablützel ein Traum in Erfüllung ging

Der Olympiafünfte David Hablützel ist vor heimischem Publikum Moderatorin Sarah Andrina Schütz Rede und Antwort gestanden. Aufschluss über sein Leben als Spitzensportler gab auch die SRF-Dokumentation «Dave on Board».

David Hablützel wurde an der Talkshow von Sarah Andrina Schütz befragt.

David Hablützel wurde an der Talkshow von Sarah Andrina Schütz befragt. Bild: Patrick Gutenberg

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Zwischen einer Trainingseinheit in Neuseeland und der Rückkehr in den Kreis der Snowboard-Nationalmannschaft, die zurzeit in Saas-Fee trainiert, fand der Zumiker Halfpipe-Spezialist David Hablützel am Freitagabend Zeit für eine Talkshow im Kirchgemeindesaal Zumikon. Als Gesprächspartnerin hatte der Veranstalter, der Zumiker Kulturkreis, die Zürcher Schauspielerin und Moderatorin Sarah Andrina Schütz eingeladen.

Vor rund 50 Zuhörerinnen und Zuhörern gab der 22-Jährige nach der Frage nach seinem Befinden – «danke, es geht mir sehr gut» – wortgewandt Auskunft über seine bisherige Karriere, während der er bereits die halbe Welt bereist hat. Er erzählte, wie für ihn ein Traum in Erfüllung ging, als er im Januar 2014 einen Brief öffnete mit dem Absender «Haus des Sports» in Bern. Darin hiess es: «Du bist selektioniert für das Swiss-Olympic-Team 2014.»

Die Qualifikation erreichte er dank Spitzenklassierungen im Weltcup in der Sierra Nevada und im US-Skiresort Copper Mountain. «Diesen Traum hatte ich schon als Neunjähriger, als ich in der Freestyle Academy in Laax schnupperte», sagte Zumikons sportliches Aushängeschild. Sein Talent ermöglichte ihm später, als Absolvent des Sportgymnasiums Davos über genügend Zeit fürs Training und für Wettkämpfe zu verfügen.

Fleiss und Disziplin

In Sotschi gewann der damals 17-jährige Hablützel als einer der jüngsten Olympiateilnehmer aller Zeiten dank seinen waghalsigen, geschraubten Doppelsalti mit Rang 5 ein olympisches Diplom. Auch an den Olympischen Spielen dieses Jahr in Pyeongchang gehörte er zu den Mitfavoriten auf einen Spitzenplatz, er musste jedoch wegen Nachwirkungen einer Rückenprellung kurzfristig Forfait erklären. «Ich überliess meinen Startplatz einem Teamkollegen.» Das sei die richtige Entscheidung gewesen.

Seit der bestandenen Matura betreibt er das Snowboarden professionell. Er erwähnte die Bedeutung seines Sportmanagements, das ihm namhafte Sponsoren vermittelte. Zur gewinnbringenden Vermarktung gehört für ihn ebenso die Präsenz in den Social Media. «Ich lasse mich davon aber nicht ablenken.» Er denke vielmehr jeden Tag daran, wie er sich sportlich verbessern könne. Sein Ziel ist: «Ich setze alles daran, noch lange meinen Sport auszuüben, mit der gleichen Leidenschaft wie bisher.» Dazu brauche es viel Fleiss und Disziplin.

Im zweiten Teil des Abends spielte die Regie einen Ausschnitt der mehrteiligen Dokuserie des Schweizer Fernsehens mit dem Titel «Dave on Board» ein, die im vergangenen Winter ausgestrahlt worden war. Auch vor der Kamera zeigte sich der Hauptdarsteller redegewandt. Zu sehen ist Hablützel bei der Physiotherapeutin, deren Stammgast er wegen eines bei einer Landung im Schnee erlittenen Kreuzbandrisses war, im Training auf dem Trampolin; das WG-Leben an Wettkämpfen mit seinen Natikollegen Pat Burgener und Jan Scherrer wurde aufgenommen wie auch Ausschnitte zu Hause in Zumikon. «Mein Vater kann mich am besten trösten, wenn es mir sportlich mal nicht so gut läuft», sagt er im Film. Die Mutter schildert das Bangen und Hoffen sowie die Freude über einen guten Lauf, wenn sie am TV seine Rennen verfolgt.

Zuletzt verteilte Hablützel Autogramme, die bei seinen jungen Fans heiss begehrt waren. Er gab ihnen als Ratschlag auf den Weg mit, das Wichtigste sei, Leidenschaft zu zeigen für das, was man gerne machen. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 23.09.2018, 16:22 Uhr

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