Trockenheit

Ab heute sprudeln die Brunnen wieder

Die Gemeinde Hombrechtikon hat die Wassersparaktion, die sie Anfang August ausgerufen hat, für beendet erklärt. Und in Männedorf sind ab heute wieder die Brunnen in Betrieb, die vorübergehend abgestellt wurden.

Drei Wochen lang floss hier kein Wasser mehr. Seit heute sind die Männedörfler Brunnen – hier jener beim Bahnhof – wieder in Betrieb.

Drei Wochen lang floss hier kein Wasser mehr. Seit heute sind die Männedörfler Brunnen – hier jener beim Bahnhof – wieder in Betrieb. Bild: Manuela Matt

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Noch ist die Trockenperiode nicht vorüber, doch die Lage hat sich deutlich entspannt – auch weil es heute und morgen regnen soll. Das Feuerverbot bleibt zwar im Bezirk Meilen bestehen, doch einige Gemeinden geben zumindest in Bezug auf den Wasserverbrauch Entwarnung.

So hatten Hombrechtikon und Männedorf vor einigen Wochen die Bevölkerung dazu aufgerufen, Wasser zu sparen. Der Männedörfler Gemeinderat war dabei mit gutem Beispiel vorangegangen und hatte Ende Juli als sichtbares Zeichen die Brunnen im Dorf abstellen lassen. Gestern entschied sich die Gemeinde, die Brunnen wieder in Betrieb zu nehmen, wie Gemeindeschreiber Jürg Rothenberger auf Anfrage sagte. Seit heute Freitag sprudeln sie wieder.

Männedorf hat in den 22 Tagen, an denen die Brunnen abgestellt waren, 1900 Kubikmeter Wasser gespart. Die Massnahme erfreute aber nicht alle. In Zuschriften an die ZSZ ärgerten sich einige Leser darüber. Manche empfanden die Aktion als Bevormundung. Andere wiederum waren der Ansicht, gerade während der Hitzeperiode sei die Bevölkerung doch auf die kühlenden Brunnen angewiesen.

Verbrauch nahm sprunghaft zu

Die letzten Regenfälle und die tieferen Temperaturen haben auch die Hombrechtiker Behörden dazu bewogen, die Wassersparaktion für beendet zu erklären. Sie hatten die Bevölkerung Anfang August zum sparsamen Umgang aufgerufen, weil der Wasserverbrauch im Sommer sprunghaft gestiegen war. Bei normaler Witterung beträgt er in der Gemeinde 1700 bis 1800 Kubikmeter pro Tag – nun schnellte er auf bis zu 3100 Kubikmeter hoch.

Dank dem Aufruf der Behörde, Wasser zu sparen und Swimmingpools nicht mehr zu füllen, weniger lang zu duschen und den Rasen nicht mehr zu bewässern, konnte der Verbrauch um rund 20 Prozent gesenkt werden. Mit gut 2400 Kubikmeter pro Tag blieb er aber immer noch überdurchschnittlich hoch.

Wassernotstand herrschte jedoch am rechten Seeufer nirgends, da die Gemeinden im Bezirk Meilen ihr Trinkwasser zu einem grossen Teil aus dem Zürichsee beziehen, also nicht nur aus Quellen und Grundwasservorkommen. Die Absicht des Aufrufs sei aber gewesen, «unsere Grund- und Quellwasserressourcen nicht stärker zu belasten, als dies notwendig war», schreibt die Gemeinde Hombrechtikon in ihrem Dankesbrief an die Bevölkerung. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 23.08.2018, 18:05 Uhr

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