Zumikon

Zumiker lassen ihr Freizeitzentrum nicht im Stich

Die Gemeindeversammlung stimmte beiden Vorlagen deutlich zu. Kritik wurde allerdings an Beiträgen fürs Freizeitzentrum laut.

Das Freizeitzentrum Zumikon ist mittlerweile im neu renovierten alten Gemeindehaus untergebracht. Archivfoto: Michael Trost

Das Freizeitzentrum Zumikon ist mittlerweile im neu renovierten alten Gemeindehaus untergebracht. Archivfoto: Michael Trost Bild: Archiv Michael Trost

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Erstaunlich viele junge Leute fanden sich an der Zumiker Gemeindeversammlung am Dienstagabend ein. Dies mag auch den beiden Vorlagen geschuldet gewesen sein. Schliesslich ging es sowohl bei den jährlichen Betriebsbeiträgen für den Verein Chinderhuus, als auch bei denjenigen für den Verein Freizeitzentrum um Themen, die insbesondere junge Erwachsene und Eltern bewegen.

Während es beim Trägerverein der Kinderkrippe um einen Betrag von maximal 400 000 Franken jährlich zwischen 2020 und 2024 ging, beantragte der Gemeinderat dem Souverän für das Freizeitzentrum die Genehmigung einer Summe von höchstens 385 000 Franken jährlich für den Zeitraum von 2020 bis 2024. Neu ist die Kooperation mit den Vereinen nicht: Beide werden schon seit ihrer Gründung in den 70er-Jahren von Zumikon unterstützt.

Dennoch war im Vorfeld der Versammlung Kritik laut geworden, hatte doch die SVP die Beiträge für beide Institutionen als hoch bezeichnet und beim Freizeitzentrum gar deren Ablehnung empfohlen.

Neue Leistungsvereinbarung

An der Versammlung hatte jedoch erst Gesellschaftsvorsteher Christian Dietsche (SVP) das Wort – und nutzte es für eine Lobrede. «Das Freizeitzentrum ist eine Institution, die im Dorf nicht mehr wegzudenken ist», sagte er und ergänzte, dass Zumikon um dieses Freizeitzentrum beneidet werde.

In einer Tour d’horizon gab er einen Einblick in das Angebot. So erwähnte Dietsche die Jugendarbeit, das Kursangebot, die Holz- und Keramikwerkstatt, aber auch die Galerie Milchhütte sowie das Café Fischvogel. Doch auch wirtschaftliche Aspekte enthielt er den 127 Anwesenden nicht vor. Dem Gemeinderat sei es extrem wichtig gewesen, dass man für die Zukunft eine Leistungsvereinbarung festhalte, sagt Dietsche. Anhand des Budgets zeigte er auf, dass sich der Betrag zur Deckung des Betriebsdefizits aus Einnahmen von 275 000 und Ausgaben von 660 000 Franken berechnet.

Kritik vonseiten der RPK

Christoph Born (CVP), Präsident der Rechnungsprüfungskommission (RPK), lobte die Leistungsvereinbarung, äusserte sich aber kritisch zur Höhe der Unterstützung. «Die RPK erwartet, dass der Beitrag von 385 000 Franken nicht voll ausgeschöpft wird: Dies indem der Verein mit seinen Einnahmen hoch geht und auch die Kosten senkt.» Trotzdem sprach sich Born für eine Annahme aus. Von der SVP äusserte sich kein Vertreter an der Versammlung. Als Gemeindepräsident Jürg Eberhard (FDP) zur Abstimmung schritt, gab es nur vereinzelte Gegenstimmen.

Auch den Betriebsbeiträgen für den Verein Chinderhuus, der mit seiner Krippe 51 Betreuungsplätze für Babys und Kleinkinder anbietet, stimmte eine sehr grosse Mehrheit zu. Die Gemeinde erfüllt mit der Unterstützung eine gesetzliche Verpflichtung und hat mit dem Verein ebenfalls neu eine Leistungsvereinbarung abgeschlossen.

Erstellt: 24.09.2019, 22:24 Uhr

Artikel zum Thema

Die Freizeit im eigenen Dorf verbringen

Zumikon Eine Idee für ein Freizeitangebot entwickeln und dabei von Fachleuten unterstützt werden: Das ist das Konzept des Freizeitzentrums Zumikon. Am Samstag feiert es sein 40-Jahr-Jubiläum. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles