Zollikon

Zolliker Gemeinderat ist schon gewählt

Die Erneuerungswahl für den Zolliker Gemeinderat ist bereits gelaufen: Weil für sechs Sitze ebenso viele Politiker kandidierten, wurden diese in stiller Wahl gewählt. An der Urne entschieden wird die Kampfwahl ums Gemeindepräsidium.

Die Regelung von stillen Wahlen ist in der Zolliker Gemeindeordnung verankert.

Die Regelung von stillen Wahlen ist in der Zolliker Gemeindeordnung verankert. Bild: Michael Trost

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Die Erneuerungswahlen für die Zolliker Gemeindebehörden für die Legislaturperiode bis 2022 gehen am 22. April über die Bühne. Dabei ist bereits klar: Für den Gemeinderat gibt es keine Kampfwahlen, weil sich genau so viele Kandidaten beworben haben wie es Sitze gibt – nämlich sechs. Die Zusatzfrist für Kandidaturen ist abgelaufen, ohne dass sich weitere Bewerber gemeldet haben. Das hat die Gemeindekanzlei bestätigt.

Damit ist auch klar, wer in den neuen Gemeinderat einziehen wird: Es handelt sich um die bisherigen Gemeinderäte Bernhard Ecklin und Martin Hirs (beide SVP) sowie Sascha Ullmann (Grünliberale) und Urs Fellmann (FDP). Dazu kommen die neu kandidierenden André Müller und Sylvie Sieger (beide FDP), welche die frei werdenden Sitze von der zurücktretenden Gemeindepräsidentin Katharina Kull-Benz sowie von Marc Raggenbass (beide FDP) übernehmen. Ergänzt wird der Gemeinderat durch Schulpräsidentin Corinne Hoss-Blatter (FDP), die ebenfalls wieder antritt.

Opposition ohne Kandidat

Alle Kandidaten für den Gemeinderat sind bereits gewählt – wegen der in Zollikon möglichen stillen Wahl. Diese kommt zum Zug, wenn es für eine Behörde nicht mehr Kandidaten als Sitze gibt. Dann braucht es keinen Urnengang mehr. Diese Regelung von stillen Wahlen ist in Zollikon in der Gemeindeordnung verankert, basierend auf dem kantonalen Gesetz über die politischen Rechte. Zollikon ist die einzige Gemeinde im Bezirk Meilen, welche diese Regelung in der Gemeindeordung festhält.

Der Grund, dass es am 22. April keine Kampfwahlen für den Gemeinderat geben wird, ist auch die Tatsache, dass weder die SP noch das in Zollikon politisch durchaus aktive Forum 5W (Gemeindeverein) gegen die Dominanz von FDP und SVP im Gemeinderat antreten. Beide Parteien konnten keine Kandidaten finden, wie SP-Präsidentin Esther Meier und Jürgen Schütt vom Forum 5W bestätigen. «Wir bedauern sehr, dass mehrere fähige Leute abgesagt haben und im bürgerlich geprägten Gemeinderat nun alles mehr oder weniger beim Alten bleibt», erklärt Meier. Auch Schütt bedauert, dass es mangels Kandidaten keinen Wahlkampf gebe und der Gemeinderat weiterhin nicht das ganze Bevölkerungsspektrum abbilde: «Die Regelung mit stillen Wahlen ist aber okay, wenn es nur so viele Anwärter wie Sitze hat», ergänzt er.

Wechsel programmiert

Offen bleibt, wer im künftigen Gemeinderat welches Ressort übernehmen wird. Wechsel wird es schon deshalb geben, weil mit Finanzvorstand Urs Fellmann und dem für Sicherheit und Umwelt zuständigen Sascha Ullmann zwei bisherige Gemeinderäte für die Nachfolge von Gemeindepräsidentin Kull-Benz antreten. Damit ist auch klar, dass es ums Präsidium zu einer Kampfwahl kommt und der Wahltag am 22. April für die Zolliker Stimmberechtigten doch noch zu einem spannenden Urnengang wird.

Dasselbe gilt für die Erneuerungswahlen der übrigen Behörden, für die durchwegs mehr Kandidaten vorhanden sind als Sitze - und stille Wahlen damit ausgeschlossen sind.Bei der Schulpflege treten acht Kandidaten für sieben Sitze an, drei davon sind neu. Fürs Präsidium steigt wie erwähnt die bisherige Corinne Hoss-Blatter ins Rennen. Zehn Bewerber, darunter fünf neue, kandidieren für die sieben Sitze in der Rechnungsprüfungskommission, wobei Viktor Sauter (FDP) das Präsidium behalten will.

Für die fünfköpfige Baubehörde kandidieren sieben Bewerber, vier davon neu – und für die vier Sitze in der Sozialbehörde fünf Bewerber, darunter eine neue Kandidatin. Bei diesen Behördenwahlen werden die Stimmberechtigten wie beim Rennen ums Gemeindepräsidium an der Urne entscheiden können. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 01.03.2018, 17:20 Uhr

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