Zug / Stäfa

ZSC-Hooligan aus Stäfa zu Geldstrafe verurteilt

Ein 24-jähriger Mann aus Stäfa ist vom Zuger Strafgericht wegen Landfriedensbruch zu einer hohen Geldstrafe verurteilt worden. Er soll an einem Angriff auf ein Pub in Zug beteiligt gewesen sein.

Ein Mann aus Stäfa soll an einer Attacke von Zürcher Eishockey-Hooligans auf ein Pub in Zug beteiligt gewesen sein. Dafür wurde er nun verurteilt.

Ein Mann aus Stäfa soll an einer Attacke von Zürcher Eishockey-Hooligans auf ein Pub in Zug beteiligt gewesen sein. Dafür wurde er nun verurteilt. Bild: Keystone

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Bei dem 24-jährigen Mann aus Stäfa handelt es sich um ein Mitglied der «Psychopathen Zürich», einer Hooligan-Fangruppe des ZSC. Wie die Luzerner Zeitung schreibt, griffen rund zwei Dutzend dieser «Psychopathen» – darunter der Verurteilte – am 10. März 2018 das Pickwick Pub in Zug an. Ursprünglich hatten die Hooligans sich einen Kampf mit einer Fan-Gruppe des EVZ liefern wollen. Dieser «Feldkampf» kam jedoch nicht zustande.

Deshalb attackierten die ZSC-Anhänger das Pub, in dem sie ihre Gegner vermuteten. Scheiben wurden eingeschlagen und eine Petarde ins Pub geworfen. Es entstand Sachschaden von rund 18'000 Franken. Schliesslich rückte die Polizei an. Die ZSC-Hooligans flüchteten mit ihren Autos. Mehrere von ihnen wurden von der Polizei gestoppt und per Strafbefehl zu Geldstrafen und Bussen verurteilt. Der junge Mann aus Stäfa wollte dies jedoch nicht akzeptieren. So fand er sich schliesslich vor Gericht wieder.

Umstrittene Video-Aufnahmen

Die Anklage lautete auf Landfriedensbruch. Da sei die Strafbarkeit, wie der Staatsanwalt ausführte, bereits gegeben, wenn man sich einer Gruppe anschliesst, aus welcher heraus Sachbeschädigungen begangen werden. Als Beweis dafür, dass der Stäfner nicht nur mitgefahren, sondern auch beteiligt gewesen war, führte der Staatsanwalt die Aufnahmen einer Überwachungskamera an. Der Verteidiger des Angeklagten bezog genau den gegenteiligen Standpunkt: Bei der auf den Videobildern zu sehenden Person handle es sich nicht um seinen Mandanten.

Die Richterin zeigte sich am Ende überzeugt von der Indizienkette. Sie verurteilte den Angeklagten – der zu den Tatvorwürfen schwieg – zu einer Geldstrafe von 15'600 Franken. Der Anwalt hat Berufung eingelegt.

(mst)

Erstellt: 06.02.2019, 10:36 Uhr

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