Hombrechtikon

Vandalen zerstören systematisch Wahlplakate

Wahlplakate linker Parteien sowie der BDP fielen in Hombrechtikon wiederholt Vandalenakten zum Opfer. Der SP-Präsident hat Anzeige erstattet.

Während das Wahlplakat der SP am Boden liegt, steht dasjenige der jungen EVP noch.

Während das Wahlplakat der SP am Boden liegt, steht dasjenige der jungen EVP noch. Bild: PD

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Hombrechtikon ist für linke Parteien offensichtlich ein hartes Pflaster. Zumindest, wenn es um den National- und Ständeratswahlkampf geht: Grund zu dieser Annahme geben zwei Vorfälle von letzter und dieser Woche. An mehreren Orten in der Gemeinde wurden nämlich Plakate mit den Konterfeis von Kandidaten der SP, der Grünen entfernt und teilweise auch beschädigt. Mit der BDP wurde zudem auch eine bürgerliche Partei Opfer der Vandalenakte.

Beschädigt und runtergerissen

Als dies am Donnerstag letzte Woche vor dem Schützenhaus passierte, hätte man noch an einen Zufall glauben können. Doch am Dienstag wurden erneut Wahlplakate der genannten Parteien entfernt. Dieses Mal auf der Wiese beim Feuerwehrgebäude. Plakate anderer Parteien, etwa der FDP, der SVP und der jungen EVP, direkt daneben wurden nicht angetastet. Aber auch an anderen Standorten, etwa vor der katholischen Kirche, wurde das SP-Plakat in Mitleidenschaft gezogen. Während manche Plakate mit Ständer umgeworfen wurden, aber noch ganz sind, weisen andere Beschädigungen auf.

Von den Vandaleakten betroffen waren die Wahlwerbung der SP, Grünen und BDP. Bild: PD

«Wenn es einmal ein Lausbubenstreich ist, kann man darüber hinwegsehen», sagt Walter Bruderer, Präsident der SP Hombrechtikon. Er gehe aber davon aus, dass die Aktionen gezielt durchgeführt würden. Entsprechend hat der Ortspolitiker inzwischen Anzeige erstattet. «Ich gehe je länger, je mehr davon aus, dass die Täter aus der rechtsextremen Szene sind», mutmasst Bruderer.

Aufruf des Gemeindepräsidenten

Betroffen von den Vandalenakten zeigt sich auch der Hombrechtiker Gemeindepräsident Rainer Odermatt (FDP). «Ich verurteile mit aller Schärfe das Vorgehen dieser Täter, die basisdemokratische Grundsätze nicht respektieren», sagt er. Die Gemeinde werde einen Aufruf starten, dass man entsprechende Beobachtungen zu solchem Politvandalismus der Polizei melden solle. Worte, die der Gemeindepräsident am Mittwochabend auch an der Gemeindeversammlung wiederholte.

«Ich gehe davon aus, dass die Aktionen gezielt durchgeführt wurden.»Walter Bruderer, Präsident SP Hombrechtikon

Angesprochen auf den Verdacht, dass es sich um rechtsextreme Täter handeln könnten, sagt Odermatt, dass er dies nicht glaube. Probleme mit Rechtsextremen habe Hombrechtikon mittlerweile überwunden. Vielmehr geht er davon aus, dass es sich um ein Problem von Rivalitäten zwischen linken und rechten Kreisen handeln könnte. In diesem Zusammenhang verweist er darauf, dass bei der diesjährigen Kantonsratswahl ein Plakat des Hombrechtiker SVP-Kandidaten Tumasch Mischol von Unbekannten ins Tobelbachtobel geworfen wurde. Klar ist, dass die Polizei nun mit der Anzeige eine Handhabe zum Ermitteln hat. Ob sich die Täter finden lassen, bleibt abzuwarten.

Erstellt: 25.09.2019, 17:33 Uhr

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