Stäfa

Tausende Pfadis wollen in Stäfa feiern

Bis zu 4500 Besucher werden am dreitägigen Pfadi-Folk-Fest erwartet. Der Grossanlass richtet sich nicht nur an Pfadis, sondern auch an die Bevölkerung.

Das Organisationskomitee besteht aus über 50 Mitgliedern. Seit Beginn der Planung haben sie sich über 300 Mal getroffen.

Das Organisationskomitee besteht aus über 50 Mitgliedern. Seit Beginn der Planung haben sie sich über 300 Mal getroffen. Bild: PD/Oliver Bernet

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Wer dieser Tage an der Torlenebene oberhalb von Stäfa vorbeikommt, sieht erste Anzeichen dafür, dass hier etwas Grosses auf die Beine gestellt wird. Kabel werden verlegt, Bretter verschraubt und Festzelte aufgestellt. Es sind die ersten Aufbauarbeiten für die 26. Ausgabe des Pfadi Folk Fest, kurz PFF, das vom 30. August bis zum 1. September unter dem Motto «Mosaik» Tausende Pfadis aus der ganzen Schweiz nach Stäfa locken wird. Zum ersten Mal seit dem Jahr 1993 findet wieder ein PFF im Kanton Zürich statt – organisiert von Pfadis aus der Region in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde Stäfa.

Der Stäfner Oliver Bernet, Pfadiname Pluto, ist Mediensprecher des Anlasses und erklärt, worum es bei dem Openair-Festival geht: «Das PFF ist eigentlich ein Dankesanlass für all die Pfadileiter ab 16 Jahren, die das ganze Jahr über Aktivitäten für Kinder organisieren. Hier können sie andere Pfadis aus der ganzen Schweiz kennenlernen und sich austauschen». Bernet ist einer von über 50 Mitgliedern des Organisationskomitees, die in den letzten drei Jahren unzählige Stunden in dieses Projekt investiert haben – in freiwilliger Arbeit.

Über 20 Bands treten auf

Die Planung eines solchen Festivals nimmt viel Zeit in Anspruch. «Wir hatten die Idee, ein PFF zu organiseren, im Sommer 2015, auf der Heimfahrt vom damaligen PFF in Menzingen. Ein Jahr später haben wir dann mit der detaillierten Planung begonnen», erklärt Bernet. «Niemand von uns hat schon einmal einen solchen Anlass organisiert. Jedes Mitglied bringt verschiedene Stärken ins Team, und zusammen bereitet die Organisation grosse Freude.» Seit Beginn der Planung haben sich die OK-Mitglieder über 300 Mal getroffen, um Logistik, Programm und Gastronomie zu besprechen und zu koordinieren.

Im Organisationsteam mit dabei ist auch die Stäfnerin Jelena Hess, Pfadiname Varuna. Sie ist dafür zuständig, die Bands zu buchen, die am PFF auftreten. Eine anspruchsvolle Aufgabe: «Ich habe mittlerweile über 1000 Mails verschickt. Sogar in den Ferien habe ich jeden Tag Mails beantwortet, sonst wäre mein Postfach aus allen Nähten geplatzt», sagt sie.

Aber das musikalische Programm, das Hess auf die Beine gestellt hat, steht anderen Schweizer Openairs in nichts nach. Am Freitagabend heizt die Walliser Band Klischée mit Electro Swing ein. Und am Samstag gibt es neben dem schweizweit bekannten Mundartduo Dabu Fantastic auch die Folkband Black Sea Dahu zu hören, welche erst dieses Jahr einen Swiss Music Award gewonnen hat. Insgesamt treten über das ganze Wochenende verteilt 20 Bands auf.

«Es war schon speziell für mich, ohne jegliche Erfahrung diese Bands zu buchen und über Gagen zu verhandeln», sagt Hess. «Zum Glück haben einige Bands einen Pfadi-Hintergrund und sind uns preislich etwas entgegengekommen.» Die Pfadiband «Freunde des Dschungels» hat sogar eigens für das PFF einen Festivalsong mit dem Namen «Mosaik» komponiert.

70 Sponsoren und Gönner

Der finanzielle Aufwand für das PFF ist riesig. «Ohne die ehrenamtliche Arbeit und unsere Sponsoren wäre der Anlass mit solch tiefen Ticketpreisen niemals möglich gewesen», sagt Bernet. Hauptsponsoren sind die Migros und das Küsnachter Immobilien-Unternehmen Ernst+Co. Insgesamt unterstützen rund 70 Sponsoren und private Gönner das Festival. «Wir sind nicht profitorientiert», ergänzt Bernet. «Unser Ziel ist es, am Ende eine schwarze Null und viele glückliche Gesichter zu haben.»

«Das PFF ist ein Fest für alle. Deshalb auch der Name «Mosaik» - jedes Teilchen hat seinen Platz.»Oliver Bernet,
Mediensprecher

Dass sich das PFF grosser Beliebtheit erfreut, zeigen die Zahlen des Ticketverkaufs: «Innerhalb von fünf Stunden haben wir 300 vergünstigte Frühbucher-Tickets verkauft», erklärt Mediensprecher Oliver Bernet. Mittlerweile seien bereits über 2000 Dreitages-Pässe und zahlreiche Tageseintritte verkauft worden. Die Organisatoren rechnen damit, dass bis zu 4500 Personen auf der Torlenebene am Festival teilnehmen werden, darunter rund 700 freiwillige Helfer.

Auch wenn das PFF ein Anlass von Pfadis für Pfadis ist, ist der Anlass auch für die Bevölkerung über 16 Jahren öffentlich. «Das PFF ist ein Fest für alle. Deshalb auch der Name «Mosaik» - jedes Teilchen hat seinen Platz», sagt Bernet. Am «Familiensonntag» dürfen dann auch die kleinen Besucher mit ihren Eltern aufs Festgelände. 30 Franken kostet das Familienticket für zwei Erwachsene plus Kinder. «Wir veranstalten einen Postenlauf, einen Zauber-Workshop, Harassen-Stapeln und vieles mehr», sagt Bernet. Und auch am Sonntag gibt es Musik: Vier Bands treten auf, darunter der in Uetikon aufgewachsene Musiker Nickless und die Kinderband Laurent & Max.

Zelt aus 340 Blachen

Auch neben dem musikalischen Programm hat das «Pfadi Folk Fest» einiges zu bieten. In den kommenden Tagen wird das grösste je an einem PFF aufgestellte Blachenzelt aus 340 Blachen und 17 Masten errichtet. Es bietet Platz für eine Bühne und 2100 Personen. Ausserdem wird eine Zeltstadt aufgebaut und die Besucherinnen und Besucher können an einem Yoga-Workshop teilnehmen. Dazu kommen ein vielfältiges kulinarisches Angebot mit Raclette, Chnoblibrot und Spanferkel sowie verschiedene Bars auf dem Festgelände. Der Vorverkauf der Tickets läuft noch bis Ende August.

Erstellt: 15.08.2019, 16:55 Uhr

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