Küsnacht

Stiftung bekämpft Küsnachter Tobelbrücke

Die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz fordert die Gemeinde Küsnacht in scharfen Worten dazu auf, auf den Bau der Tobelbrücke zu verzichten.

Die geplante Tobelbrücke auf der Allmendseite in Küsnacht stösst auf Widerstand.

Die geplante Tobelbrücke auf der Allmendseite in Küsnacht stösst auf Widerstand. Bild: Gemeinde Küsnacht

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Dass die Tobelbrücke polarisiert, wurde bereits vor dem positiven Entscheid der Gemeindeversammlung zur Teilrevision des Richtplans Verkehr und damit zur Hängebrücke offensichtlich. Nun feuert mit der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL) ein neuer Akteur eine Breitseite gegen das Bauwerk ab, welches das Küsnachter Tobel auf Höhe des Schübelweihers überspannen soll.

Die 1970 gegründete Organisation strebt die Erhaltung, Pflege und Aufwertung der schützenswerten Landschaften an, wie sie auf ihrer Webseite schreibt. In einer Einwendung, die sie zugleich als Pressemitteilung verschickt hat, fordert die SL die Ablehnung der Brücke. Als Begründung verweist sie darauf, dass das Tobel eine Landschaftsschutzobjekt von überkommunaler Bedeutung ist und macht darauf aufmerksam, dass es zudem Teil eines kantonalen Landschaftsförderungsgebiets ist.

Eine Brücke sei aufgrund der überwiegenden Schutzinteressen und der planerischen Vorgaben nicht bewilligbar, folgert die SL. «In solchen Gebieten soll explizit auf Massnahmen, die die Erholungsnutzung steigern könnten, verzichtet werden.»

E-Bikes auf Brücke befürchtet

Die Stiftung befürchtet gar, dass nach dem Bau der bestehende Tobelweg vernachlässigt und als Toilette benutzt werden könnte. Ausserdem warnt sie davor, dass E-Bikes nicht von der Nutzung der Brücke abgehalten werden könnten. «Das Wandererlebnis würde daher eingeschränkt und die Ruhe beeinträchtigt.» Die Brücke trage somit zu einer quantitativen und qualitativen Entwertung des Landschafts- und Naturschutzgebietes bei.

Weiterhin kritisiert die SL die Rodung von Bäumen und schreibt dass die Gemeinde angesichts des Standes des regionalen Richtplans nicht befugt sei, neue Wanderwege zu bezeichnen. Zudem bezweifelt sie, dass die Brücke von öffentlichen Interesse ist. Vielmehr mutmasst sie, dass der Spender – welcher die Kosten von gut einer Million übernimmt – diese Brücke für sich selbst baue.

Derzeit liegen die Unterlagen zum Bau der Brücke noch bis zum 20. Juli öffentlich auf. Im Herbst soll es eine weitere öffentliche Auflage geben. Die Gemeinde wollte während der aktuellen Auflagefrist noch keine Stellung zu Einwendungen nehmen. (phs)

Erstellt: 13.07.2018, 17:33 Uhr

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