Stäfa

Stäfa springt auf den Food-Festival-Trend auf

In zehn Tagen findet das erste Stäfner Street Food Fest auf dem Seeplatz statt. Es gibt Curries, Knödel, Crêpes – und ein Sandwich, für das eine Bäckerei in der Region eigens ein Brötchen ausgetüftelt hat.

Posieren mit Tomaten und Wein: Sabrina Boesch organisiert das Stäfner Food-Fest, Pastiamo-Mitinhaber Boris Bühler wird einen Stand betreiben.

Posieren mit Tomaten und Wein: Sabrina Boesch organisiert das Stäfner Food-Fest, Pastiamo-Mitinhaber Boris Bühler wird einen Stand betreiben. Bild: Manuela Matt

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Street Food Festivals, wie sie seit einigen Jahren in Städten wie Zürich, Bern oder Basel stattfinden, sind in der Schweiz immer beliebter. Von Stand zu Stand schlendern und sich einmal rund um die Welt zu essen, begeistert auch Sabrina Boesch. Zumal die 37-jährige Stäfnerin selber gern kocht und gerne isst. Warum nicht ein Street Food Fest auch in Stäfa, das sie als lebendiges und offenes Dorf wahrnimmt, auf die Beine stellen?

Das notwendige Rüstzeug bringt Boesch mit: Sie arbeitet als Projektleiterin im dreiköpfigen Team von The Wave Factory, einer im letzten Oktober gegründeten Agentur für Events rund um das Thema Boardsport mit Sitz in Stäfa. Das grösste Projekt der Eventagentur ist der Vertrieb der Citywave, der einzigen mobilen Wellenreitanlage der Schweiz auf dem Zürcher Gerold-Areal.

Von Vorspeise bis Dessert

Die Gemeinde Stäfa sei an der Idee des Street Food Fests sehr interessiert gewesen, berichtet Boesch. Rasch waren alle behördlichen Bewilligungen eingeholt. So werden am Wochenende vom 19. und 20. August auf dem Seeplatz ein Dutzend Stände und sogenannte Foodtrucks Köstlichkeiten aus der Region und Rezepte aus aller Welt anbieten. Dazu gehören Vorspeisen, Suppen, Snacks, Hauptgerichte und Desserts. Die Palette reicht von argentinischen Empanadas, den aus Weizenmehl gemachten Teigtaschen mit ihren Fleisch- und Gemüsefüllungen, über österreichische Knödel in süsser und salziger Variante bis zu Gourmet Hot Dogs und thailändischen Curries.

Einer der Anbieter ist das seit 35 Jahren in Stäfa ansässige Geschäft Pastiamo Comestibles. «Wir lassen uns einen tollen Stand von einem Bühnenbauer kreieren», erzählt Mitinhaber Boris Bühler und zeigt ein Bild des Modells auf seinem Handy. Mediterrane Farben verbreiten maritimes Flair und passen zum Angebot, dem Pan Bagnat, das Bühler als ein provenzalisches Sandwich beschreibt. Ursprünglich als Arme-Leute-Essen gedacht, wird das Pan Bagnat noch heute von Fischern und einfachen Arbeitern im Umkreis von Nizza mittags verspeist, wenn wenig Zeit fürs Essen bleibt. Mittlerweile ist das Pan Bagnat zum beliebten Streetfood mutiert. Was zwischen zwei Brothälften arrangiert wird, sind kurz gesagt die Zutaten einer Salade Niçoise.

Einen Rosé fürs Foto

Bühler, selber ein leidenschaftlichen Koch und Feinschmecker, zeigt auf die reifen Tomaten, die ihm sein Stäfner Produzent liefert und die er verwenden wird. Daneben zählt er Salatblätter, Zwiebelringe, gekochte Eier und Thunfisch auf. «Hingegen verwenden wir keine Sardellen, denn die mögen viele Schweizer nicht», sagt der Delikatessenfachmann.

Das Brot stammt ebenfalls aus der Region. Nach drei Anläufen ist der Bäckerei Scharrenberg in Oetwil ein Brötchen aus Ruchmehl gelungen, das den Ansprüchen des Pastiamo-Teams genügt. Es muss sowohl luftig und knusprig sein, aber auch die Konsistenz bieten, um die Vinaigrette aufzunehmen, ohne pappig zu werden. Dazu empfiehlt Boris Bühler, «comme il faut», einen kühlen Rosé aus Südfrankreich. Spontan füllt er zwei Gläser, um für die Fotografin mit Sabrina Boesch aufs bevorstehende Fest anzustossen.

Crêpes vom Velo

Nicht mit einem Stand, dafür mit ihrem Crêpesmobil auf zwei Rädern wird Berit Schiltknecht präsent sein. Die Stäfnerin und gebürtige Dänin kennt man vom Dorfmarkt Smärt, wo sie seit letztem Jahr süsse und salzige Crêpes anbietet. Auf dem Lastenträger vor der Lenkstange ihres Gefährts hat Schiltknecht zwei echt französische Crêpes-Platten mit einem Gewicht von über 100 Kilogramm installiert, die mit Gas betrieben werden. «So bleibe ich stets mobil und bin auf keinen Stromanschluss angewiesen», sagt die Crêpes-Liebhaberin. Als Teig hält sie zwei Varianten bereit, eine auf Basis Buchweizen und eine mit Weizenmehl.

Den 13. Stand betreibt das Team von The Wave Factory. «Wir sind sozusagen die einzige Bar und werden neben Getränken auch Wein aus dem Sortiment von Pastiamo anbieten», sagt Sabrina Boesch. Das gute Wetter, auf das sie hofft, würde dem ersten Stäfner Street Food Fest die Krone aufsetzen.

Street Food Fest in Stäfa auf dem Seeplatz, Eintritt frei: Samstag, 19. August von 11 bis 22 Uhr, ab 19 Uhr Konzert mit «A Stolen Horse». Sonntag, 20. August von 11 bis 19 Uhr, ab 14 Uhr Kinderschminken. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 07.08.2017, 16:05 Uhr

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