Stäfa

Stäfa hat jetzt einen neuen Park

Neu ist das Areal des ehemaligen Pflegezentrums «Seeblick» als Park zugänglich – bis entschieden ist, was mit dem Grundstück passiert.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Es ist ein einzigartiges Panorama, das sich dem Besucher an der Chessibülstrasse 23 oberhalb von Stäfa bietet: unten im Tal der glitzernde Zürichsee, im Hintergrund Etzel und Glarner Alpen. Wo früher das Pflegezentrum Seeblick für demenzkranke Menschen stand, wurde der öffentliche Park «Sunne Platz» geschaffen.

«Ab heute ist er zugänglich», sagt Erich Maag, stellvertretender Gemeindeschreiber in Stäfa. Besucherinnen und Besucher können auf den neu angelegten Wegen flanieren, auf Parkbänken und unter der Pergola verweilen oder sich auf der installierten Grillstelle eine Wurst bräteln. Der 5325 Quadratmeter grosse Park wurde laut Medienmitteilung bewusst in einem naturnahen Zustand gestaltet. So ist ein Teil der Fläche von einer Naturwiese bewachsen, und ein alter Baum sowie die eingewachsene Hecke wurden in die Neuanlage integriert. Die Rasenfläche bleibt vorerst noch gesperrt, bis der Rasen gut angewachsen ist.

Keine Asylunterkunft

Das Grundstück gehört der Stadt Zürich. Diese hat auch das Pflegezentrum betrieben, welches letzten Herbst abgerissen wurde. Weil eine Sanierung der veralteten Liegenschaft und die Anpassung an heutige Anforderungen sehr teuer geworden wären, hat die Eigentümerin den Stäfner Heimstandort aufgegeben. Eine angedachte Weiternutzung als kantonale Asylunterkunft für minderjährige Migranten wurde wieder verworfen. Es bestehe kein Bedarf dafür, hiess es beim Kanton.

«Wir rechnen
damit, dass der Park für einige Jahre besteht.»
Erich Maag, stellvertretender Gemeindeschreiber Stäfa

Nach wie vor ist nicht entschieden, was längerfristig mit dem Areal passiert. Da sich das Grundstück in der Zone für öffentliche Bauten befindet, gibt es bestimmte Auflagen, die erfüllt werden müssen. Erlaubt sind grundsätzlich Bauten zur Erfüllung öffentlicher Aufgaben, etwa Schulen, Heime oder Kläranlagen.

Möglich wären auch Alterswohnungen. «Bis die Nutzung geklärt ist, hätte man die Fläche einfach brachliegen lassen können», sagt Maag. Doch der Stäfner Gemeinderat wollte der Öffentlichkeit Zugang zu dem schönen Flecken verschaffen. Er pachtet deshalb das Areal von der Stadt Zürich für eine Zwischennutzung als Park. Für den Ausbau bewilligte er 87000 Franken. «Wir rechnen damit, dass der Park für einige Jahre besteht», sagt der stellvertretende Gemeindeschreiber.

Keine Parkplätze

Der neu angelegte «Sunne Platz» ist vom Stäfner Zentrum aus zu Fuss in rund 15 Minuten über die Grund- und die Glärnischstrasse sowie die lange Treppe des Chessibülwegs zu erreichen. Parkplätze stehen keine zur Verfügung. «Wir wünschen uns, dass die Besucher zu Fuss oder per Velo zum Park gelangen», sagt Erich Maag. Die Anzahl Besucher sowie allfällige Ärgernisse wie übermässiger Lärm oder Abfall würden von der Gemeinde aufmerksam verfolgt, heisst es in der Medienmitteilung. Falls der Betrieb des Parkes zu Problemen führen würde, ergreife man Massnahmen zum Schutz der Nachbarschaft.

Erstellt: 13.06.2019, 17:45 Uhr

Artikel zum Thema

«Seeblick» ist bald nur noch Schutt

Stäfa Der Abbruch des Pflegezentrums Seeblick in Stäfa hat begonnen. Damit verschwindet ein markanter Bau hoch über dem Zürichsee, in dem jahrzehntelang Senioren der Stadt Zürich lebten. Mehr...

Kanton verzichtet auf Asylzentrum in Stäfa

Stäfa Das Pflegezentrum Seeblick in Stäfa war bis vor kurzem als Zentrum für minderjährige Asylsuchende in Gespräch. Daraus wird nun nichts, und ab Juni steht das Haus leer. Mehr...

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zsz.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 928 55 82. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare