Hombrechtikon

So wird der Feldbach gegen Hochwasser gesichert

Der Hombrechtiker Gemeinderat macht mit dem Hochwasserschutz für den Feldbach vorwärts: Er hat einen Kredit für ein Projekt bewilligt, das den Bach auch ökologisch aufwerten soll.

Derzeit ohne viel Wasser: Der Feldbach im gleichnamigen Ortsteil von Hombrechtikon.

Derzeit ohne viel Wasser: Der Feldbach im gleichnamigen Ortsteil von Hombrechtikon. Bild: Michael Trost

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Der Gemeinderat von Hombrechtikon will ein Bauprojekt für den Hochwasserschutz und die ökologische Aufwertung des Feldbachs erarbeiten lassen – und zwar für den Unterlauf zwischen der Brücke bei der Schulhausstrasse und der Mündung in den Zürichsee. Dafür hat er jetzt einen Projektierungskredit von 310 000 Franken bewilligt. Die Bewilligung in eigener Kompetenz ist erfolgt, weil der Anteil der nicht gebundenen Kosten tiefer ist als 150 000 Franken, wie es im Gemeinderatsbeschluss heisst.

Das geplante Bauprojekt basiert auf einer Studie, die Mitte 2014 an eine Ingenieurfirma vergeben wurde. Diese klärte unter anderem ab, mit welchen Massnahmen der Wasserstand des Feldbach reguliert und mögliche Hochwasser verhindert werden könnten – zum Beispiel mittels Umleitungen oder Rückhaltebecken. Ebenfalls beteiligt an den Vorabklärungen waren das Bundesamt für Umwelt (Bafu) und das kantonale Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (Awel).

Mehrere Ziele

Als Grundlage für das Projekt dient das kantonale Wasserwirtschaftsgesetz, das die Gemeinde zum Hochwasserschutz verpflichtet. Wie Gemeindeschreiber Jürgen Sulger bestätigte, hat die Gemeinde bereits 2010 eine Gefahrenkarte erstellt, um mögliche Risiken wie ungenügende Abflusskapazitäten oder hydraulische Engpässe festzustellen. Der Gemeinderat hält dazu fest, dass beim Feldbach an diversen Stellen Risiken vorhanden seien. Gemäss Thomas Etter (parteilos), Ressorvorstand Tiefbau und Werke, trat der untere Abschnitt des Feldbachs zuletzt im August 2009 über die Ufer, wobei mehrere Liegenschaften sowie die Seestrasse überschwemmt wurde. Hochwassergefahr gab es zudem 2005 und 2008, jedoch ohne Überflutungen.

Es ist jetzt das erklärte Ziel des Gemeinderats, den Hochwasserschutz zu sichern und mögliche Überschwemmungen des Feldbachs zu verhindern. Dies zum Beispiel mit dem Einbau eines Rechens, der Schwemmholz zurückhält, oder einem Auffangbecken für Treibgut.

Daneben hat der Gemeinderat noch weitere Ziele formuliert: So will er den Feldbach für die Öffentlichkeit attraktiver, erlebbarer und zugänglicher machen sowie Bachbett und Ufer ökologischer gestalten. Dies soll auch dazu dienen, dass Seeforellen neue Laichplätze finden. Probleme mit dem Verkehr und Engpässen am Bach sollen mit einer neuen Brücke respektive dem Rückbau bestehender Übergänge behoben werden.

Die Planung des Gemeinderats sieht vor, das bereinigte Bauprojekt bis im Sommer 2020 vorzulegen. Im Herbst 2020 sollen die Stimmberechtigten über das Projekt und den Baukredit an der Urne befinden können. Der Start der Umsetzung ist für 2021 geplant, der Abschluss der Arbeiten soll 2023 erfolgen. Die voraussichtlichen Gesamtkosten für alle Massnahmen beziffert der Gemeinderat derzeit auf 5,4 Millionen Franken, bei einer möglichen Abweichung von plus oder minus 20 Prozent.

Beitrag von Bund und Kanton

Die Beiträge von Bund und Kanton belaufen sich je nach Beitragspflicht auf bis zu 65 Prozent. Zudem könnte die Gemeinde mit einem Beitrag von 1,5 Millionen Franken vonseiten der Ektrizitätswerke der Stadt Zürich rechnen, die für Massnahmen zur Aufwertung der Lebensräume am Bach vorgesehen wären.

Der Beschluss des Gemeinderats liegt bis anfangs Dezember im Gemeindehaus auf. Für die Vergabe der Aufträge ist die Kommission Tiefbau und Werke zuständig. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 05.11.2018, 17:47 Uhr

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