Küsnacht / Zollikon

Seestrasse wird während neun Monaten zur Einbahn

Für die Erneuerung des Fahrbahnbelags, der Randsteine und der Entwässerungsleitungen wird die Seestrasse in Küsnacht ab März nur einspurig befahrbar sein. Das hat auch Folgen für Zollikon.

Ab März wird die Seestrasse auf dem Küsnachter Abschnitt Oberwachtstrasse bis Ermitage zur Baustelle.

Ab März wird die Seestrasse auf dem Küsnachter Abschnitt Oberwachtstrasse bis Ermitage zur Baustelle. Bild: André Springer

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Die Sperrung von Kantonsstrassen hat meist weitreichende Konsequenzen für den Berufsverkehr. Das gilt auch für Küsnacht. Ab Montag, 11. März, wird dort ein Teil der Seestrasse saniert. Der Durchgangsverkehr in Richtung Zürich wird während dieser Zeit grossräumig via Zollikon umgeleitet.

Erneuert wird die Seestrasse im Abschnitt Oberwachtstrasse bis Ermitage, wie aus einer amtlichen Anzeige der kantonalen Baudirektion hervorgeht. Die Fahrbahn weise in diesem Bereich Spurrinnen, etliche Quer- und Längsrisse sowie Löcher auf, heisst es in einem Bericht des Regierungsrates von Ende November. Die Sanierung beinhalte aber nicht nur eine Auffrischung des Fahrbahnbelags, erklärt Thomas Maag, Mediensprecher der kantonalen Baudirektion.

Erneuert würden zudem die Randsteine, die Entwässerungsleitungen sowie die Lichtsignalanlage. «Die Gemeinde Küsnacht und die Werke am Zürichsee AG nutzen die Gelegenheit zudem, um ihre Kanalisationsleitungen neu zu erstellen.» Zur Verbesserung der Fussgängersicherheit sollen zwei Fussgängerübergänge mit Mittelinseln ausgestattet werden. Ebenfalls geplant ist eine Verbreiterung des seeseitigen Trottoirs sowie die Erneuerung der Strassenbeleuchtung. Der Kanton rechnet gesamthaft mit Kosten in der Höhe von 1,83 Millionen Franken.

Lange Bauzeit

Auf die Automobilisten, die von Zürich in Richtung Rapperswil unterwegs sind, haben die Bauarbeiten keine Auswirkungen. Der Verkehr in Richtung Zürich hingegen wird über die Oberwachtstrasse – Alte Landstrasse nach Zollikon und von dort via Rotfluhstrasse – Bergstrasse – Dufourstrasse umgeleitet. Für das Einbahnsystem habe man sich aus Platz- und Effizienzgründen entschieden, erklärt Thomas Maag. «Die Arbeiten sind viel schneller abgeschlossen, wenn die Bauarbeiter etwas mehr Platz zur Verfügung haben und den gesamten Strassenabschnitt in einem Zug sanieren können.»

Maag rechnet dennoch mit einer Bauzeit von rund neun Monaten. Die vergleichsweise lange Dauer sei auf die aufwändigen Werkleitungsarbeiten zurückzuführen. «Die Kanalistation befindet sich rund vier Meter unter Boden», erklärt der Mediensprecher. Allein die Grabungsarbeiten, um an die Rohre zu gelangen, bräuchten ihre Zeit.

Zur Optimierung des Verkehrsflusses werden auf der Umleitungsroute via Zollikon einzelne Linksabbieger aufgehoben. Dies ist etwa bei der Kreuzung Alte Landstrasse – Zollikerstrasse – Friedhofstrasse der Fall. Für die Dauer der Bauarbeiten gilt dort in beide Fahrtrichtungen ein Linksabbiegeverbot. Ebenfalls ein Linksabbiegeverbot gilt an der Kreuzung Rotfluhstrasse- Bergstrasse für Fahrzeuge vom Kreisel Dufourplatz herkommenden. «Auf diese Weise können wir die Grünphase sowohl für den Umfahrungsverkehr als auch für jene, die vom Zollikerberg herkommen verlängern», erklärt Maag. Um ortskundige Fahrzeuglenker davon abzuhalten, eine Abkürzung via Alte Landstrasse zur Bergstrasse zu nehmen, gilt dort während der Bauphase ein Fahrverbot.

Bus hält wie gewohnt

Auf den öffentlichen Verkehr hat die Baustelle in Küsnacht derweil keine grösseren Einflüsse, wie Maag versichert. «Die Buslinien 912 und 916 werden zwar ab Alte Landstrasse via Weltistrasse – Lenzenwiesstrasse in die Zollikerstrasse umgeleitet, können aber auch während der Bauphase alle Haltestellen anfahren.» Im Morgenverkehr dürfte gemäss dem Mediensprecher aber mit Verspätungen zu rechnen sein.

In den nächsten Tagen werden sämtliche Einwohner von Küsnacht und Zollikon via Flugblatt vom Kanton genauer über die Verkehrseinschränkungen informiert. Gegen die vorübergehenden Verkehrsanordnung kann bei der kantonalen Baudirektion noch bis Anfang März Rekurs erhoben werden. Einer allfälligen Einsprache wird die aufschiebende Wirkung jedoch entzogen, wie der amtlichen Publikation zu entnehmen ist. Grund dafür sei das gedrängte Bauprogramm. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 06.02.2019, 17:32 Uhr

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