Stäfa

«Seeblick» ist bald nur noch Schutt

Der Abbruch des Pflegezentrums Seeblick in Stäfa hat begonnen. Damit verschwindet ein markanter Bau hoch über dem Zürichsee, in dem jahrzehntelang Senioren der Stadt Zürich lebten.

Der Bagger gibt dem alten Bau den Rest. Die Renovation der Liegenschaft wäre die Eigentümerin, die Stadt Zürich, zu teuer gekommen.

Der Bagger gibt dem alten Bau den Rest. Die Renovation der Liegenschaft wäre die Eigentümerin, die Stadt Zürich, zu teuer gekommen. Bild: Manuela Matt

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Hoch über Stäfa thront das eins­tige Pflege­zentrum Seeblick. Den letzten Lebensabschnitt mit Blick auf den Zürichsee, den Etzel und die Glarner Alpen zu verbringen: Manch Stäfner hätte sich das dort oben gut vorstellen können – zumal das lachsfarbene Gebäude zumindest von aus­sen wie eine stattliche Villa aussah.

Doch zum einen gehört das Pflegezentrum nicht der Gemeinde Stäfa, sondern der Stadt Zürich. Sie erwarb es 1947 von der Klinik Schlössli in Oetwil. Zum anderen hat die Stadt das Heim vor einem Jahr aufgegeben, weil die Räumlichkeiten für die Pflege unpraktisch sind: zwölf Quadratmeter grosse Zweierzimmer ohne Nasszellen – mit heutigen Ansprüchen ist dies unvereinbar. Zudem war die Infrastruktur so veraltet, dass die Eigentümerin die Sanierung zu teuer gekommen wäre.

Aus Asylzentrum wurde nichts

Vorübergehend stand deshalb eine andere Idee im Raum: das Gebäude am Chessibüel als kantonale Asylunterkunft für minderjährige Migranten zu nutzen. Dies wurde aber vom Kanton wieder verworfen, mit der Begründung, dass kein Bedarf mehr bestehe­. Mitgespielt haben könnten auch Ängste vor allfälligem Widerstand aus der Bevölkerung. Was nun mit dem Standort geschieht­, ist unklar.

Fest steht lediglich, dass das einstige Pflegezentrum bald in Schutt und Asche liegt. Bauarbeiter haben mit dem Rückbau angefangen, der Anbau des Hauptgebäudes war am Mittwoch bereits abgerissen. Das Gebäude zu erhalten, bis klar ist, was mit der Liegenschaft geschehen soll, wäre zu teuer gekommen, hiess es Anfang September vonseiten der Gemeinde Stäfa und der Stadt Zürich­. Gemeinsam wollen sie nun das Areal entwickeln. Da dies mehrere Jahre dauern kann, soll das Grundstück in einen ein­fachen Park für die Bevölkerung verwandelt werden – Seeblick inklu­sive.

Erstellt: 19.09.2018, 17:35 Uhr

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