Meilen

Parkhaus im Zentrum wird immer wieder von Vandalen heimgesucht

In jüngster Zeit häufen sich im Parkhaus Dorfplatz beim Meilemer Zentrum Mezzetino Fälle von Littering und Vandalismus. Lifte werden verschmutzt, es wird in die Treppenhäuser uriniert oder Wegweiser werden verbogen. Zwei Brandalarme brachten das Fass nun zum Überlaufen.

Das Parkhaus Dorfplatz im Meilemer Zentrum wird von Gruppen regelmässig als Treffpunkt genutzt, dabei kommt es auch zu Sachbeschädigungen und Littering.

Das Parkhaus Dorfplatz im Meilemer Zentrum wird von Gruppen regelmässig als Treffpunkt genutzt, dabei kommt es auch zu Sachbeschädigungen und Littering. Bild: Michael Trost

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Eigentlich gäbe es daran nichts auszusetzen. Personen, oft Jugendliche, treffen sich an öffentlichen Plätzen im Dorf, essen, trinken und verbringen gemeinsam eine gute Zeit. Das Problem: Oft lassen sie ihre Abfälle einfach liegen. Noch ärgerlicher wird es, wenn sie die öffentliche Infrastruktur beschädigen.

Im Meilemer Parkhaus Dorfplatz beim Zentrum Mezzetino häufen sich solche Vorfälle seit einiger Zeit. Wie die Gemeindein einer aktuellen Mitteilung schreibt, hätten das Zurücklassen von diversen Abfällen, kleinere Sachbeschädigungen und teilweise auch das Konsumieren von Alkohol sowie Marihuana im Parkhaus im letzten halben Jahr deutlich zugenommen.

Zwei Feuerwehreinsätze

«Da das Parkhaus abends nur spärlich besetzt ist, ist es für Jugendliche, vor allem in der kalten Jahreszeit, ein attraktiver Rückzugs- und Aufenthaltsort», erklärt Gemeindeschreiber Didier Mayenzet. Das wäre so weit auch kein Problem. Die sich dort aufhaltenden Personen würden sich jedoch oft nicht vorbildlich verhalten. So würden die Lifte verunreinigt, werde in die Treppenhäuser uriniert, die Wände mit Klebern versehen, Wegweiser ver­bogen und allerlei Abfall wie Bierflaschen, Zigarettenstummel oder Pizzaschachteln liegen gelassen. «Die Vorfälle sind ärgerlich», sagt Mayenzet. Genau beziffern kann er die Kosten der Schäden nicht, doch diese kumulierten sich fortwährend, etwa durch die notwendigen Reinigungskosten.

Die Gemeinde hat bereits kurze Zeit nach der Eröffnung des Parkhauses vor zwei Jahren Gegenmassnahmen ergriffen: Zur Erhöhung der subjektiven Sicherheit läuft im Gebäude schon länger Radiomusik. Inzwischen wurde auch die Beleuchtung heller eingestellt sowie Mobilfunkempfang eingerichtet.

Dies habe jedoch nicht die gewünschte Wirkung gezeigt. «Im Sommer gab es dann innerhalb weniger Tage gleich zwei mutmasslich ausgelöste Brandalarme», sagt Mayenzet. «Spätestens da wussten wir, dass etwas getan werden muss.» Nicht zuletzt weil diese Alarme einen grossen Aufwand nach sich zogen: Beide Male rückte die Feuerwehr aus. Sowohl die Gemeindeangestellten als auch anwesende Bürger mussten aus dem nahen Gemeindehaus evakuiert werden. Nun wird das Parkhaus ab dem 1. Januar 2018 mit Videokameras überwacht.

Einige Täter erwischt

Auch ohne Kameras habe die Polizei bisher den einen oder anderen Täter in flagranti erwischt oder nachträglich ausfindig machen können, sagt Mayenzet. «Es hat auch bereits einige Verzeigungen gegeben.» Diese würden allerdings nicht viel bringen: «Die Bussen für Littering sind zu tief, um erwischte Täter künftig abschrecken zu können.» Die Kameras sollen deswegen künftig helfen, strafbare Handlungen zu verhindern.

Das Parkhaus Dorfplatz ist übrigens nicht der einzige Ort in Meilen, wo es regelmässig zu Vandalismus und Littering kommt. Im Sommer ist beispielsweise der Spielplatz Ormis als abendlicher Aufenthaltsort sehr beliebt. «Dort wurde die WC-Anlage auf dem Spielplatz dieses Jahr gröber beschädigt», bestätigt Mayenzet. Weil es nun immer kälter werde, würden sich die beliebten abendlichen Treffpunkte in die Gebäude verlagern. Gut möglich, dass das Parkhaus Dorfplatz aber angesichts der Kameras nicht mehr dazugehört. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 03.11.2017, 12:03 Uhr

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