Oetwil

Oetwil will in die Informatik an den Schulen investieren

Die Entschädigungen für Behörden und die Förderung der Informationstechnologie sind die wichtigsten Themen an der kommenden Gemeindeversammlung in Oetwil. Zudem geht es um obligatorische Tests vor Einbürgerungen.

Mit Blick auf die Informatik für die Schulen beantragt der Gemeinderat Oetwil der Gemeindeversammlung einen Investitionskredit von 375 000 Franken.

Mit Blick auf die Informatik für die Schulen beantragt der Gemeinderat Oetwil der Gemeindeversammlung einen Investitionskredit von 375 000 Franken. Bild: Keystone

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An der Gemeindeversammlung vom 26. März geht es um fünf Anträge des Oetwiler Gemeinderats, von denen zwei mit grösseren Ausgaben verbunden sind: Erstens die Totalrevision der Entschädigungsverordnung (EVO) und zweitens das neue Konzept für die Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) für die Schulen. Letzteres erfordert die Anschaffung von neuer Hard- und Software.

Die Neuregelung der Entschädigungen für Behördenmitglieder ist gemäss dem Antrag des Gemeinderats wegen der erfolgten Revision der Gemeindeordnung angebracht. Die Entschädigungen seien letztmals 2009 geprüft worden, heisst es, und wegen der Teuerung bestehe ein gewisser Nachholbedarf.

Die beantragten Erhöhungen der Grundentschädigungen verursachen jährliche Mehrkosten von total rund 30 000 Franken. Ein Beispiel: Die Gemeinderäte sollen neu 24 000 statt wie 20 160 Franken pro Jahr erhalten. Damit werden sie aber auch für den gestiegenen Zeitaufwand und den Wegfall von Entschädigungen für die Arbeit in Ausschüssen honoriert, wie der Antrag festhält.

Neue Hard- und Software

Mit Blick auf die Informatik für die Schulen beantragt der Gemeinderat einen Investitionskredit von 375 000 Franken. Die Erneuerung der ICT und die dafür nötige Beschaffung moderner Hard- und Software begründet der Gemeinderat mit zwei Faktoren: Einerseits sei die ICT mit dem Lehrplan 21 zu einer festen Aufgabe der Schulen geworden – und andererseits habe die Schulpflege ein Konzept erarbeitet, das den Vorgaben der kantonalen Bildungsbehörden gerecht werde.

Mit den Investitionen sollen etwa Arbeitsstationen, Laptops und Tablets für Lehrkräfte und Schüler sowie die nötige Software beschafft werden. Bis zur Mittelstufe erhält aber nicht jeder Schüler ein mobiles Gerät, das ist erst ab der Sekundarschule der Fall.

Der IT-Support soll schulintern durch ausgebildete Lehrkräfte sowie bei Bedarf durch eine externe Firma erfolgen. Vorgesehen sind auch externe Serverdienste, Multimedia-Player für jedes Schulzimmer sowie eine gemischte Kommission, die etwa für die Planung und Qualitätssicherung zuständig ist. Die jährlichen Zusatzkosten für den Unterhalt von Hard- und Software beziffert der Gemeinderat auf 66 000 Franken pro Jahr.

Prüfung vor Einbürgerungen

Als weitere Geschäfte sind die Bauabrechnung für den Kinderspielplatz und die Aufhebung der kommunalen Bürgerrechtsverordnung traktandiert. Die Voraussetzungen für Einbürgerungen sind seit anfangs Jahr durch Bund und Kanton geregelt, Verordnungen auf Gemeindeebene damit nicht mehr nötig. Eigene Regelungen können die Gemeinden aber noch zum Ehrenbürgerrecht oder mit Blick auf Deutsch- oder andere Grundkenntnisse von Land und Leuten erlassen.

Hier beantragt der Oetwiler Gemeinderat, dass ausländische Bewerber fürs Bürgerrecht weiterhin einen sogenannten Grundkenntnistest absolvieren müssen. Dabei geht es um Kenntnisse der deutschen Sprache, aber auch der Geschichte, Politik oder Gesellschaft in der Schweiz. Die Verpflichtung zum Test soll für alle volljährigen Bewerber gelten. Als Prüfungsinstanz ist weiterhin das Bildungszentrum Zürichsee in Stäfa vorgesehen.

Bei der Gemeinde geht man davon aus, dass die Anträge des Gemeinderats an der Gemeindeversammlung auf Zustimmung stossen. Es gebe derzeit keine Signale, dass eine Vorlage auf grosse Opposition stosse, liess Gemeindeschreiber Sven Alini durchblicken.

Gemeindeversammlung Oetwil, 26. März, 20 Uhr, Mehrzweckgebäude Breiti.

Erstellt: 16.03.2018, 15:05 Uhr

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