Oetwil

Oetwil rechnet mit einem Defizit

Auf fast eine Million beläuft sich das Minus, das die Gemeinde budgetiert. Der Steuerfuss soll trotzdem stabil bleiben.

Oetwil budgetiert für 2020 einen erneuten Kostenanstieg in der Bildung.

Oetwil budgetiert für 2020 einen erneuten Kostenanstieg in der Bildung. Bild: Sabine Rock

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Ein Minus von 985'000 Franken erwartet die Gemeinde Oetwil für das Jahr 2020. Das Defizit sei im Wesentlichen eine Folge gestiegener Kosten in den Ressorts Bildung und Gesundheit, schreibt die Gemeinde in einer Mitteilung. Rechnerisch ist es das Ergebnis von Aufwendungen in der Höhe von 30,8 Millionen und Erträgen in der Höhe von 29,8 Millionen Franken.

Steigende Schülerzahlen

Als Gründe für die höheren Kosten nennt die Gemeinde steigende Schülerzahlen und mehrere zusätzliche Schulkinder mit Sonderschulstatus. Dies führe zu mehr Lehrerstellen und damit zu höheren Kosten. Neu ist diese Entwicklung nicht: Bereits beim letztjährigen Budget hat Oetwil aufgrund steigender Neuzuzüger- und damit Kinderzahlen einen Kostenanstieg bei der Bildung budgetiert. Im Ressort Gesundheit wiederum führen höhere Fallzahlen zu steigenden Kosten.«Mit der höheren Lebenserwartung steigen auch die Kosten für Pflege und Betreuung im Alter», schreibt die Gemeinde.

Investitionen verschoben

Der Selbstfinanzierungsgrad fürs Jahr 2020 beläuft sich auf 25 Prozent, was die Gemeinde als «zu tief» bezeichnet. Sie führt die Zahl auf die geringen Abschreibungen und das Defizit zurück. Ein Umstand, den Oetwil allerdings ändern möchte: Der Gemeinderat verfolge das Ziel, alle Investitionen und Abschreibungen zu 100 Prozent selber tragen zu können. «Wenn keine aussergewöhnlichen Ereignisse passieren, sollten wir einen Durchschnitt von 106 Prozent über die nächsten vier Jahre erreichen», sagt Finanzvorsteher Peter Küng (parteilos).

Investitionen sollen nur auf einem tiefen Niveau getätigt werden.Der Gemeinderat habe grössere Projekte wie zum Beispiel das neue Werkgebäude weiter in die Zukunft verschoben, ist der Mitteilung zu entnehmen. Mithilfe des Projektes «Strategieentwicklung Liegenschaften» möchte er künftig nötige Investitionen in die Gemeindeliegenschaften ermitteln und dadurch eine langfristige Planung sicherstellen.

Steuerfuss unverändert

Der Steuerfuss soll in Oetwil weiterhin bei 119 Prozent bleiben. Dies obwohl sich die finanzielle Lage mit dem geplanten Defizit deutlich verschlechtere. Ein Zeichen dafür ist etwa auch die Steuerkraft, die pro Einwohner sinken dürfte: Die Gemeinde geht von 2224 verglichen mit 2280 Franken im Jahr 2018 aus. Die Gemeinde verweist aber auch auf die verzinslichen Darlehensschulden, die bis auf zwei Millionen Franken abgebaut seien. Der Gemeinderat will zudem in einzelnen Bereichen Sparmassnahmen umsetzen, unter anderem in der Bildung auf das Schuljahr 2020/21 hin. Das letzte Wort zu Steuerfuss und Budget hat die Gemeindeversammlung vom 16. Dezember. (red) (red)

Erstellt: 10.11.2019, 16:07 Uhr

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