Zollikon

Gute Budgetaussichten in Zollikon

Die Gemeine Zollikon rechnet für nächstes Jahr mit einem Überschuss von knapp 5,9 Millionen Franken, auch dank höherer Steuereinnahmen. Der Steuerfuss soll unverändert bleiben.

Zu den grössten Investitionen, die in Zollikon getätigt werden müssen gehört der Planungskredit für das Schwimmbad Fohrbach.

Zu den grössten Investitionen, die in Zollikon getätigt werden müssen gehört der Planungskredit für das Schwimmbad Fohrbach. Bild: Archiv ZSZ

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Gute Nachrichten für die Zolliker: Die Gemeinde rechnet mit einem Ertragsüberschuss von knapp 5,9 Millionen Franken für das Budget 2020. Damit ist das erwartete Ergebnis um 6,2 Millionen Franken besser als dasjenige für das Jahr 2019, in dem die Gemeinde ein Minus von 300'000 Franken erwartet. «Wir sind vorsichtig optimistisch», bestätigt die Finanzvorsteherin Sylvie Sieger (FDP).

Der Aufwand 2020 beläuft sich auf 180,2 Millionen Franken, was 5,3 Millionen Franken weniger sind als noch 2019. Grund für die Differenz sind laut dem beleuchtenden Bericht zum Budget unter anderem geringere Aufwände bei der Umteilung von Liegenschaften vom Finanz- ins Verwaltungsvermögen und umgekehrt.

Dies ist eine rein buchhalterische Massnahme bei der kein Geld fliesst, welche die Budgetzahlen aber dennoch beeinflusst. So musste die Gemeinde dieses Jahr Liegenschaften im Wert von 17,3 Millionen Franken umteilen. 2020 beträgt dieser Posten voraussichtlich 1, 8 Millionen Franken weniger.

Plus bei Steuern

Zudem erwartet die Gemeinde höhere Steuereinnahmen: 128 Millionen Franken. Das entspricht einem Plus von 4,4 Millionen Franken gegenüber dem Budget 2019. «Wir sind aufgrund der Hochrechnungen für die erwarteten Steuereinnahmen in diesem Jahr und sowie der unveränderten Wirtschaftslage in der Schweiz zu dieser Annahme gekommen», erklärt Sieger. Der Steuerfuss soll bei 85 Prozent bleiben, nachdem er vor einem Jahr um 3 Prozent angehoben wurde.

Zu den grössten Investitionen, die getätigt werden müssen gehört der Planungskredit für das Schwimmbad Fohrbach. Über den Kredit in der Höhe von 1,5 Millionen Franken wird an der Gemeindeversammlung im kommenden März abgestimmt. Die Kosten für die Gesamtsanierung des Schwimmbads werden für die Jahre 2019-2023 voraussichtlich mit insgesamt 23,5 Millionen Franken zu Buche schlagen.

In die rollende Finanzplanung bis 2023 fliessen auch weitere grosse Projekte wie der Ausbau der Schulhäuser Rüterwies und Buechholz ein.

Der grösste Posten im Budget 2020 ist allerdings der Finanzausgleich, in den Zollikon 54,2 Millionen Franken einzahlen muss, was einem Plus von 0,6 Millionen Franken entspricht.

Verschuldung sinkt

Der Gemeinderat hat sich zum Ziel gesetzt, die Nettoschuld innerhalb eines Bandes von plus/minus 30 Millionen zu halten. Dieses Ziel wird gemäss dem Gremium erst 2021 erreicht. Den positiven Trend führt der Gemeinderat unter anderem auf verbesserte Aussichten bei den Steuererträgen und die Staffelung der Sanierung des Fohrbachs zurück. Über das Budget 2020 sowie wird an der Gemeindeversammlung vom 27. November abgestimmt.

Erstellt: 01.11.2019, 16:39 Uhr

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