Stäfa

Frohberg-Aktionäre sollen ihr Geld verschenken

Die Liquidation der Frohberg Stäfa AG ist fix. Um sich dennoch weiterhin für die Modernisierung des gleichnamigen Restaurants zu engagieren, will der Verwaltungsrat der AG nun einen Gönnerverein gründen.

Die Frohberg-Aktionäre sollen ihr Geld – sofern sie das wollen – in den neuen Gönnerverein für das Restaurant Frohberg stecken.

Die Frohberg-Aktionäre sollen ihr Geld – sofern sie das wollen – in den neuen Gönnerverein für das Restaurant Frohberg stecken. Bild: Archiv Sabine Rock

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Die Frohberg Stäfa AG, welche sich 2017 zum Zweck der Modernisierung und späteren Bewirtschaftung des gleichnamigen Restaurants oberhalb Stäfa gründete, hat an ihrer Generalversammlung letzte Woche ihre Auflösung beschlossen. Trotz hunderter Aktionäre, darunter auch die Gemeinde, gelang es der Kapitalgesellschaft in den vergangenen Jahren nicht, die knapp fünf Millionen Franken für den Neubau des beliebten Ausflugsziels zusammenzubringen.

Das Ende der AG bedeutet jedoch nicht automatisch auch das Ende deren Engagements. Im Gegenteil: Mit der Neugründung eines Gönnervereins wollen die Verantwortlichen die Basis schaffen, den Restaurantneubau weiterhin finanziell zu unterstützen.

An ihrer Generalversammlung beschloss die Frohberg Stäfa AG neben ihrer Liquidation nämlich auch die kostenlose Weitergabe des erarbeiteten Bauprojekts an die Gemeinde. Der Gemeinderat zeigte sich grundsätzlich offen, das baureife Projekt weiter zu bearbeiten, stellte aber auch klar, dass das der Neubau nicht allein mit Steuergeldern finanziert werden kann. Gemeindepräsident Christian Haltner (FDP) sprach gegenüber dieser Zeitung von einer möglichen Abstimmung im ersten Halbjahr 2020.

Garantie auf 70 Prozent

Unklar ist derzeit noch, welche Variante der Gemeinderat vor den Souverän bringen wird. Am wahrscheinlichsten ist eine abgespeckte Version für gut 4 Millionen Franken, die ohne einen grossen Saal im Westteil auskommt. Es ist jedoch umstritten, ob der Frohberg ohne diesen Saal überhaupt rentabel wäre.

Und genau hier kommt der Gönnerverein ins Spiel. Wie Fredi Spring, Vizepräsident des Verwaltungsrates der Frohberg Stäfa AG sagt, wolle man einen solchen vor der definitiven Auflösung der Aktiengesellschaft ins Leben rufen, um der Gemeinde möglichst viel des Aktienkapitals zu übertragen. Dies mit dem Ziel, dass der Neubau so schnell als möglich und vorzugsweise doch noch mit Saal realisiert werde. «Die Idee ist, dass jene Aktionäre, die weiterhin hinter dem Projekt stehen, dieses via Gönnerverein unterstützen können.»

Konkret werde jeder Anteilseigner gefragt, ob er das investierte Aktienkapital in den neuen Verein einschiessen möchte. Gesamthaft geht es dabei um von Privatpersonen gezeichnete Aktien in der Höhe von rund 900'000 Franken. Die Gemeinde hat sich ausserdem mit einer halben Million am Aktienkapital der Gesellschaft beteiligt.

Fredi Spring hält jedoch fest, dass es keinerlei Verpflichtung für die Aktionäre gebe, ihr Geld in den Gönnerverein zu investieren. «Jedem Gesellschafter, auch der Gemeinde, ist nach der Liquidation der Frohberg Stäfa AG grundsätzlich eine Rückzahlung von zirka 70 Prozent des einbezahlten Aktienkapitals garantiert.»

Erstellt: 25.06.2019, 15:28 Uhr

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