Stäfa

Falsches Datum in Stäfner Wahlunterlagen

Wegen eines Fehlers könnten die Stäfner bei den anstehenden National- und Ständeratswahlen zweimal wählen.

Trotz eines Fehlers im Stimmrechtsausweis finden die Wahlen in Stäfa ordnungsgemäss statt.

Trotz eines Fehlers im Stimmrechtsausweis finden die Wahlen in Stäfa ordnungsgemäss statt. Bild: Symbolbild/Keystone

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Stäfner, welche die neuen Nationalräte wählen, machen buchstäblich eine Reise in die Vergangenheit. Auf den Stimmrechtsausweisen, die die Bürgerinnen und Bürger erhalten haben, steht nämlich nicht das korrekte Datum der Wahlen, der 20. Oktober, sondern der 1. September 2019.

Ein Missgeschick, das nun auch die Gemeinde festgestellt hat, nachdem sie von einer Stimmberechtigten auf das falsche Datum aufmerksam gemacht worden ist. Der Fehler sei auf die irrtümlich übermittelte Druckvorlage des Urnengangs vom 1. September anstelle derjenigen des kommenden Wahlsonntags zurückzuführen, schreibt die Gemeinde in einer Mitteilung. Gesehen haben die Kommunalbehörden die Stimmrechtsausweise nach dem Druck nicht mehr, werden diese doch vom Print-Center in Zürich direkt an die Post und von dieser an die Haushalte geliefert.

Zweimal wählen ist strafbar

Brisant ist das falsche Datum in den Unterlagen, weil es dadurch möglich würde, zwei Mal zu wählen. Wer seinen Stimmrechtsausweis von der Abstimmung vom 1. September aufbewahrt hat, könnte theoretisch zwei Listen mit Nationalratskandidaten einlegen.

Gemeindeschreiber Daniel Scheidegger warnt allerdings vor diesem Vorgehen. «Stimmberechtigte Personen dürfen nicht einmal den Versuch machen, zweimal wählen zu gehen.» Man mache sich damit strafbar. Um eine solche doppelte Stimmabgabe zu verhindern, überprüft die Gemeinde den Eingang der Couverts. Zusätzlich informiert sie die gut 9800 Stimmberechtigten mit einer Postkarte über den Fehler. «Die Stimmberechtigten werden aufgefordert, den Stimmrechtsausweis ungeachtet des falschen Datums zu unterschreiben und ihren Wählerwillen wie gewohnt in der gesetzlich vorgegebenen Weise kundzutun», schreibt die Gemeinde. (phs)

Erstellt: 24.09.2019, 17:28 Uhr

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