Erlenbach

Ein neues Schützenhaus für Erlenbach

Im März 2016 brannte das Schützenhaus Ifang in Erlenbach bis auf die Grundmauern nieder. Nun legt der Gemeinderat dem Souverän ein Neubauprojekt zur Abstimmung vor. Der Bruttokredit beläuft sich auf 720 000 Franken.

Im geplanten neuen Schützenhaus Ifang befindet sich der Schiessstand im Obergeschoss.

Im geplanten neuen Schützenhaus Ifang befindet sich der Schiessstand im Obergeschoss. Bild: zvg/Visualisierung

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Vor zwei Jahren verlor die Schützengesellschaft Erlenbach ihr Dach über dem Kopf: Ein Brand zerstörte am 2. März 2016 das Schützenhaus an der Grenze zur Forch bis auf die Grundmauern. Seitdem weichen die Erlenbacher Schützen für ihr reguläres Training nach Meilen aus. Das könnte sich 2019 ändern, wenn die Gesellschaft ihr 150-Jahr-Jubiläum feiert. Am 18. Juni stimmen die Erlenbacher an der Gemeindeversammlung über ein neues Schützenhaus ab.

Am Montag orientierte der zuständige Gemeinderat und Sicherheitsvorsteher Daniel Westermann (SVP) über das Projekt. «Wir halten aus drei Gründen am Schützenhaus fest», sagte er. Zum einen bestünden gesetzliche Bestimmungen, zum anderen sehe sich die Gemeinde gegenüber den Vereinen in der Verantwortung. Besonders Gewicht erhält das dritte Argument des Gemeinderats: Das abgebrannte Schützenhaus befindet sich in der Landwirtschaftszone. «Die Realisierung eines anderen Gebäudes ist nicht realistisch», sagte Westermann. Sollte das Schützenhaus dereinst nicht mehr gebraucht werden, käme eine andere Nutzung in Frage.

Gesamtkosten 1,5 Millionen

Die Gesamtkosten für das Schützenhaus belaufen sich auf knapp 1,5 Millionen Franken. Weil der Beitrag der kantonalen Gebäudeversicherung mit 775 000 Franken bereits feststeht, reduzieren sich die Kosten für die Gemeinde auf 720 000 Franken brutto. Dies ist der Kreditbetrag, der zur Abstimmung vorliegt. Der Gemeinderat rechnet aber mit weit tieferen Kosten. So will sich die Schützengesellschaft mit 211 000 Franken in Form von Sponsorengeldern und Eigenleistungen einbringen. Weitere 50 000 Franken hat der kantonale Sportfond in Aussicht gestellt. Damit würde sich der Betrag der Gemeinde auf 460 000 Franken reduzieren. Weil die beiden Beiträge aber noch nicht definitiv feststehen, legt die Behörde den Bruttokredit zur Abstimmung vor.

Das geplante Schützenhaus unterscheidet sich von seinem Vorgänger. Es weist einen kleineren Grundriss auf und erhält ein nutzbares Obergeschoss. Die Schützenstube würde dank der Neukonzeption besser vermietbar.

Im neuen Schützenhaus wäre der Schiessbetrieb ein separater Bereich
Am 18. Juni stimmen die Erlenbacher über das Neubauprojekt als Ersatz für das abgebrannte Schützenhaus ab. Das moderne Gebäude bietet sich besser für die Vermietung an. Ein Nein an der Gemeindeversammlung würde das Ende der Schützengesellschaft bedeuten. (Abo+)
(Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 15.05.2018, 15:07 Uhr

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