Ürikon

Der kleine Koni gerät auf Abwege

Nachtbuben haben die Holzskulptur beim Üriker Spritzenhäuschen aus der Halterung gerissen und an den Strassenrand gelegt.

Sitzt nicht mehr, wo er hingehört: Unbekannte haben Koni aus der  Halterung auf dem Stein neben der Ritterhausstrasse gerissen.

Sitzt nicht mehr, wo er hingehört: Unbekannte haben Koni aus der Halterung auf dem Stein neben der Ritterhausstrasse gerissen. Bild: zvg

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Nur eineinhalb Jahre lang hat es Koni an seinem Platz ausgehalten, dann ist er ausgerissen. Oder besser gesagt: Jemand hat ihn ausgerissen. In der Nacht vom Freitag auf den Samstag haben sich unbekannte Vandalen an der Holzskulptur zu schaffen gemacht, wie Andreas Rudin vom Ortsverein Ürikon der ZSZ mitteilt. Koni wurde mutwillig aus der Verankerung gerissen und an den Strassenrand gelegt.

Die Skulptur des Oetwiler Holzkünstlers Richi Merk kauerte seit dem 15. Üriker Kulturtag, also seit Herbst 2015, auf einem Stein beim Üriker Spritzenhäuschen an der Ritterhausstrasse. Das Werk aus Zedernholz stellt einen kleinen Jungen mit gelbem T-Shirt, roter Hose und ­rotem Schopf dar, der auf seine Mutter wartet. Gesellschaft hat er von Üri, einem älteren Herrn in rotem Gilet und blauem ­Käppli, der sich an die Bank lehnt.

Von einem Passanten gerettet

Üri und Koni – eine Reverenz an den Stäfner Ortsteil Ürikon – haben schon manchen Spaziergänger erheitert. Nun haben sie aber offenbar Nachtbuben angezogen, die es zumindest mit Koni nicht so gut meinten. Glücklicherweise habe am frühen Samstagmorgen ein beherzter Einwohner, der auf dem Weg zum Bahnhof war, Mitleid mit Koni gehabt, berichtet Rudin. Der Passant habe den ­Jungen in Sicherheit gebracht und ihn zurück auf den Kiesplatz neben der Strasse gestellt. Der Vorstand des Ortsvereins Ürikon bedanke sich für diesen Einsatz sowie für die Mitteilung darüber, dass die Skulptur in Mitleidenschaft gezogen worden war.

Den nächtlichen Ausflug hat Koni nicht ganz heil überstanden. Er ist leicht beschädigt und muss repariert werden. Schon bald soll der rothaarige Jungspund jedoch wieder an seinem angestammten Platz sitzen. Und damit der vorwitzige Wirbelwind nicht erneut ausreisst, wird er wie zuvor fest an Ort und Stelle verankert. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 10.04.2017, 10:52 Uhr

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