Stäfa

Der Kanton sperrt die Seestrasse in Stäfa

Von Montag bis Samstag sperrt die Baudirektion einen zentralen Abschnitt der Seestrasse in Stäfa. Der Verkehr wird grossräumig umgeleitet.

In Stäfa wird seit Monaten die Seestrasse instand gesetzt. In der kommenden Woche kommt es dabei gar zu einer Vollsperrung.

In Stäfa wird seit Monaten die Seestrasse instand gesetzt. In der kommenden Woche kommt es dabei gar zu einer Vollsperrung. Bild: Michael Trost

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Seit Anfang Mai rattern im Ortszentrum von Stäfa die Baumaschinen. Das kantonale Tiefbauamt erneuert die Seestrasse im Abschnitt vom Seehus an der Seestrasse 4 bis zur Einmündung Oberlandstrasse. Der Verkehr wurde bislang mit Ampeln geregelt.

Nun starten ab Montag die finalen Arbeiten und dafür ist eine Vollsperrung der Seestrasse erforderlich. Sie soll von Montag, 2. September ab 5 Uhr morgens bis Samstag, 7. September um 17 Uhr dauern. Sollte es während der Belagsarbeiten zu oft regnen, könnte sich die Sperrung allenfalls verlängern, da für den Einbau des Deckbelags trockenes Wetter unabdingbar ist.

Keine Naht

Doch warum wird die Strasse gleich ganz gesperrt und nicht nur eine Teilsperrung oder eine Regelung durch Lichtsignale realisiert? «Bei einer Vollsperrung fallen die Bauarbeiten immer kürzer aus, als bei einer Teilsperrung oder der Regelung mit Ampeln», sagt Thomas Maag, Sprecher der kantonalen Baudirektion. Doch es geht auch um die Qualität des neuen Strassenbelags. «Wenn man den Belag über die ganze Fläche und ohne Naht in der Mitte einbauen kann, verlängert das seine Lebenszeit um einige Jahre», erläutert Maag.

«Die Baustelle ist mitten in bebautem Gebiet, da wäre es bei einer Teilsperrung schwierig geworden.»Thomas Maag, Sprecher der kantonalen Baudirektion

Einen weiteren Grund für die Vollsperrung stellen die Platzverhältnisse in Stäfa dar. «Die Baustelle ist mitten in bebautem Gebiet, da wäre es bei einer Teilsperrung für die vielen Bauarbeiter und Baumaschinen schwierig und gefährlich geworden», sagt der Mediensprecher. Im Einmündungsbereich der Bahnhofstrasse sowie am Anfang und am Ende der Baustelle sind solche Manövrierflächen eingeplant. Im Unterschied zum unteren Teil des Rechten Seeufers sind in diesem Bereich der Seestrasse wesentlich weniger Fahrzeuge unterwegs. Laut Maag passieren täglich 17 600 Autos die Seestrasse in Zollikon, während es zwischen Männedorf und Stäfa lediglich 10 500 sind.

Mit dem Einbau des Belags wird die letzte Phase der Arbeiten eingeläutet. Bislang wurden vor allem Teile der Entwässerungsleitungen, Randsteine sowie die Beleuchtung saniert und ersetzt. Zudem haben die Gemeindewerke Stäfa die Stromversorgung erneuert. Nach dem Einsetzen des neuen Belags, wird es nur noch einige wenige Fertigstellungsarbeiten geben, etwa an Einfahrten. Diese Arbeiten werden den Verkehr, gemäss Baudirektion, allerdings nicht beeinträchtigen.

Lange Umleitung

Die Umleitung des Seestrassenverkehrs erfolgt in Stäfa über die Oberland-, die Goethe-, die Berg- sowie die Allenbergstrasse. Auf Männedörfler Boden biegen die Fahrzeuge schliesslich von der Allenberg- auf die Bergstrasse ein und folgen dieser, bis sie wieder in die Seestrasse mündet. Dass die Umfahrung derart grossräumig ist, hat seine Gründe. «Als Kanton leiten wir den Verkehr wenn immer möglich über Kantons- und nicht über Gemeindestrassen um, da Kantonsstrassen in der Regel leistungsfähiger sind als Gemeindestrassen», sagt Maag. Eine Rolle gespielt haben dürfte auch das Stäfner Rebgebiet Mutzmahlen an der Grenze zu Männedorf. Dieses Landwirtschafts- und Naherholungsgebiet wird nun umfahren.

Anwohner können die Seestrasse während dieser Bauzeit ebenfalls nicht mit einem Fahrzeug queren. Ihnen stellen die Behörden Ersatzparkplätze zur Verfügung, deren Lage separat kommuniziert wurde. Die rückwärtige Zu- und Wegfahrt zur Felsenburg- und Spittelstrasse soll weiterhin möglich sein. Auch die Buslinie 925 fährt zwischen den Bahnhöfen Männedorf und Stäfa einen Umweg. Dennoch werden alle Stationen ausser einer angefahren

Erstellt: 29.08.2019, 15:55 Uhr

Der Bus fährt anders

Betroffen von der Vollsperrung auf der Seestrasse ist auch die Buslinie 925. Allerdings werden ausser der Badi Lattenberg weiterhin alle Stationen angefahren. Vom Bahnhof Männedorf aus fahren die Busse über die Stationen Bahnübergang, Auf Dorf, Allenberg, Binz und Bergstrasse zum Bahnhof Stäfa. Umgekehrt verkehren die Busse überKrone, Bergstrasse, Binz, Allenberg und Auf Dorf zum Bahnhof Männedorf. Die Haltestellen Spital, Asylstrasse und Sonnenfeld werden von einem Ersatzbus bedient, der vom Bahnhof Männedorf aus fährt. So wird der Anschluss an die S7 sichergestellt. Die Ersatzlinie fährt alle halbe Stunde. Zwischen dem Bahnhof Meilen und Männedorf fahren die Busse wie bislang. (phs)

Artikel zum Thema

Seestrassen-Baustellen sorgen für Aufregung

Herrliberg Am Donnerstagabend kam es an den beiden Baustellen auf der Seestrasse in Herrliberg zu chaotischen Szenen. Manch einem Autofahrer riss wegen des Rückstaus der Geduldsfaden. Mehr...

Seestrasse wird während neun Monaten zur Einbahn

Küsnacht / Zollikon Für die Erneuerung des Fahrbahnbelags, der Randsteine und der Entwässerungsleitungen wird die Seestrasse in Küsnacht ab März nur einspurig befahrbar sein. Das hat auch Folgen für Zollikon. Mehr...

Kantonspolizei prüft Tempolimiten auf der Seestrasse

Bezirk Horgen Im Hinblick auf allfällige Temporeduktionen auf der Seestrasse am linken Zürichseeufer will die Kantonspolizei Varianten prüfen. Dies gab die Zürcher Planungsgruppe Zimmerberg bekannt. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles