Männedorf

Das Uetiker Gymnasium stösst auf reges Interesse

Nach den Sommerferien nimmt das Provisorium des Gymnasiums in Uetikon den Betrieb auf. Experten gaben an einem Podium in Männedorf Einblick in die Schule, die hohe Erwartungen schürt.

Der provisorische Bau des Gymnasiums auf der Rietstegwiese schreitet voran. Nach den Sommerferien nimmt das Provisorium in Uetikon den Betrieb auf.

Der provisorische Bau des Gymnasiums auf der Rietstegwiese schreitet voran. Nach den Sommerferien nimmt das Provisorium in Uetikon den Betrieb auf. Bild: Sabine Rock

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Das Entstehen der Kantonsschule in Uetikon interessiert auch im Nachbardorf. Der Einladung des gesellschaftspolitischen Stamms Männedorf zur Diskussionsrunde über das neue Gymi leisteten am Samstagvormittag in der Kulturschüür jedenfalls zahlreiche Zuhörerinnen und Zuhörer Folge. Mit Lauro Walser sass auch ein Männedörfler Gymnasiast am Rednerpult, der liebend gerne vom Gymi in Wetzikon nach Uetikon wechseln möchte. «So könnte ich viel Wegstrecke und Zeit einsparen.»

Vom Moderatorenteam, Barbara Bonhage und Dieter Burkhardt gefragt, was er denn von der neuen Bildungsstätte erwarte, fand Walser klare Worte: «Das Gymi sollte zum Lebensraum der Schüler werden.» Sport, Musik oder andere Hobbys müssten ausserhalb der Schule stattfinden. «Entscheidend ist eine gute Ausbildung.»Den von Walser zuspielten Ball nahm der künftige Uetiker Rektor Martin Zimmermann auf. «Wir haben den Ehrgeiz, dass es uns gelingt, eine Schule zu bilden, welche die Anforderungen erfüllt.» Für dieses Unterfangen nahm er die Lehrkräfte in die Pflicht. «Von den Lehrern erwarte ich spezielle Qualitäten und dass sie mit Neugierde ihre Aufgabe anpacken.»

«Wir legen Wert auf die Digitalisierung und die Förderung von Informatik.»Jürg Berthold, Prorektor

Zimmermann skizzierte ausführlich die Eckpunkte des Uetiker Gymnasiums, wonach mit vier Klassen à 25 Schüler – je zwei für ein Lang- und zwei für ein Kurzzeitgymnasium – gestartet wird. Pro Jahr kommen im Provisorium auf der ehemaligen Riedstegwiese neue Klassen dazu, bis maximal 500 Schüler. Angeboten werden als Maturitätstypen die neusprachliche, die mathematisch-naturwissenschaftliche und die wirtschaftlich-rechtliche Richtung.

Obermeilen als Grenze

Obermeilen dürfte eine Art Grenzlinie bilden. Seeaufwärts sollen nebst Uetikon und Männedorf auch Stäfa, Oetwil und Hombrechtikon Gymeler stellen, seeabwärts geht es für künftige Akademiker weiterhin nach Zürich. Zimmermann blickte auch voraus: Frühestens 2028 wird das neue Gymnasium am definitiven Standort am See fertig gebaut sein. Dannzumal vergrössert sich die Kapazität auf rund 1500 Schüler. Am definitiven Standort könnten demnach– Stand heute –fast alle Gymnasiasten vom rechten Ufer Platz finden. Denn der Männedörfler Gemeinderat und Schulpräsident, Wolfgang Annighöfer (FDP), hielt fest: «Zurzeit gehen rund 1600 Gymnasiasten vom Bezirk Meilen in Zürich zur Schule.» Als Leiter Finanzen und Bauten bei der Bildungsdirektion des Kantons Zürich hat Annighöfer die Mittel- und Hochschulbauten unter sich. «In baulicher Hinsicht sind wir für das Uetiker Provisorium auf Kurs», lautete seine Einschätzung.

Prorektor Jürg Berthold sprach seinerseits einen Schwerpunkt für Uetikon an. «Wert legen wir auf die Digitalisierung und die Förderung von Informatik.» Teil des Unterrichts werden demnach Programmiertechniken sein.

Aus pädagogischer Sicht reflektierte Inga Geers, Fremdsprachenlehrerin an der Sekundarschule in Männedorf, über das neue Gymi. «Allgemein ist eine lernfreundliche Ausbildung wichtig, unabhängig vom Bildungsweg und Schulabschluss.» Es bestehe aber ein Bedarf an höherer Bildung. «Das Gymnasium in Uetikon wertet die Sekundarschule Männedorf auf.» Die Zuhörerschaft nahm an der Diskussion rege teil, so dass Moderator Burkhardt mit den Worten schloss: «Die Erwartungen ans neue Gymi sind hoch.» (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 12.03.2018, 16:57 Uhr

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