Oetwil

Chlorunfall: Badmeister hat Bach verunreinigt

Im Hitzesommer ist es bei der Badi Oetwil zu einem Chemie-Unfall gekommen. Der zuständige Badmeister wurde wegen Fahrlässigkeit zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt.

In der Regel idyllisch: Die Badi Eichbüel hat einen guten Sommer hinter sich. Bei der Reinigung am 4. September lief aber etwas schief.

In der Regel idyllisch: Die Badi Eichbüel hat einen guten Sommer hinter sich. Bei der Reinigung am 4. September lief aber etwas schief. Bild: Sabine Rock

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Diesen Sommer war für die Badmeister in der Region Dauerarbeit angesagt. Die hohen Temperaturen zogen die Bewohner scharenweise in die Badis. Hochbetrieb herrschte auch in der Badi Eichbühl in Oetwil. Auch wenn hier nicht ganz so viele Besucher wie im Rekordjahr 2003 die Badi besuchten. Von der Öffentlichkeit unbemerkt kam es jedoch zu einem Chemie-Unfall in der Badi. Das zeigt ein Strafbefehl der Staatsanwaltschaft See/Oberland, der kürzlich rechtskräftig geworden ist. Verantwortlich war ein erfahrener Badmeister.

Passiert ist der Zwischenfall bei der routinemässigen Reinigung eines Chlortanks nach der Saison. Der 48-Jährige wollte am 4. September den Inhalt in einen speziellen Abwassertank leiten. Dabei löste sich am Schlauch eine sogenannte Rohrschelle, eine Halterung.

Das führte dazu, dass während ungefähr fünf bis zehn Minuten Chlorwasser in den nahegelegenen Lieburgerbach fliessen konnte. Wie gross die Menge war, die durch den Meteorschacht in den Bach floss, konnte nicht mehr bestimmt werden. Grössere Schäden gab es offenbar keine. Konsequenzen in seiner Funktion als Badmeister hatte der Vorfall für den Angestellten nicht.

Langjährige Erfahrung

Bestraft wird der Gemeindeangestellte dennoch. Er hätte das Entleeren besser beaufsichtigen müssen, dann wäre ihm die gelöste Rohrschelle aufgefallen, hält die Staatsanwaltschaft fest. Gerade bei seiner langjährigen Erfahrung, hätte ihm demnach ein solches Missgeschick nicht passieren dürfen. Die Staatsanwaltschaft verurteilt den 48-Jährigen zu einer bedingten Geldstrafe von 10 mal 140 Franken. Die Probezeit läuft während zwei Jahren. Eine Busse von 400 Franken muss der Mann bezahlen.

Für die Erneuerung der Reinigungsanlage hat der Oetwiler Gemeinderat erst im Winter 2018 einen Kredit von 15000 Franken gesprochen. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 24.01.2019, 16:17 Uhr

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