Zollikerberg

Babyfenster wurde bereits einmal genutzt

Vor einem Jahr hat das Spital Zollikerberg das erste Babyfenster im Kanton Zürich eröffnet. Inzwischen ist ein Mal ein Kind ins Fenster gelegt worden. Das Baby konnte später an die Eltern zurückgegeben werden.

Das Babyfenster des Spitals Zollikerberg befindet sich auf der Westseite des Spitals, am Ende einer unscheinbaren Nebenstrasse.

Das Babyfenster des Spitals Zollikerberg befindet sich auf der Westseite des Spitals, am Ende einer unscheinbaren Nebenstrasse. Bild: zvg

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Seit der Eröffnung des Babyfensters im Spital Zollikerberg vor einem Jahr, gab es hin und wieder einen Fehlalarm. einmal galt es jedoch ernst: Der Alarm wurde ausgelöst, nachdem eine Mutter ihr Baby ins Fenster gelegt hatte. Der im Spital erprobte Ablauf funktionierte in der Realität. Das Kind wurde rasch aus dem Fenster geholt und betreut. Der Fall gelangte nicht an die Öffentlichkeit, weil die Mutter den Namen des Kindes hinterlegt hatte. Kurz nachdem sie das Baby abgegeben hatte, meldete sie sich zudem telefonisch beim Spital. So konnte das Kind bald zu seinen Eltern zurückgebracht werden. Der Vater des Kindes hatte von der Absicht seiner Frau, das Kind in ein Babyfenster zu legen, nichts gewusst. Die Mutter litt unter schweren psychischen Problemen und wurde nach dem Vorfall am Wohnort professionell betreut.

Helpline für Schwangere

Für Spitaldirektorin Orsola Vettori hat sich die Einrichtung des Babyfensters nur schon wegen dieses einen Falls gelohnt. «Am liebsten wäre mir, wenn keine Frau das Fenster nutzen müsste», sagt sie. «Aber in dieser Situation hat es seinen Zweck gut erfüllt.» Der Eröffnung des ersten Babyfensters im Kanton Zürich im Mai 2014 war ein jahrelanger Prozess vorangegangen. «Im Zentrum stand immer, dass wir schwangere Frauen in Not unterstützen wollten», sagt Orsola Vettori. «Die Diskussionen drehten sich nur darum, wie man das umsetzen könnte.»

Das Babyfenster ist nur ein Bestandteil eines grösseren Konzepts, dass vom Spital Zollikerberg ausgearbeitet wurde. Übergeordnetes Ziel ist es, Frauen einen sicheren Ort zum Gebären bieten zu können. Dazu gehört auch eine Helpline für Schwangere in Not, die ebenfalls vor einem Jahr in Betrieb genommen wurde.

Erstellt: 02.06.2015, 16:43 Uhr

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