Stäfa

546 Unterschriften für Seesauna in Stäfa

Die Idee für eine Stäfner Seesauna kam an: Die Interessengemeinschaft sammelte 546 Unterschriften dafür.

Raymond Gillardon (von links), Christian Haltner, Andreas Utz und Michael Kistler bei der Petitionsübergabe.

Raymond Gillardon (von links), Christian Haltner, Andreas Utz und Michael Kistler bei der Petitionsübergabe. Bild: Michael Trost

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An einem Wintertag in der Sauna zu schwitzen und danach in den wenige Schritte entfernten kühlen See zu springen, wäre für Raymond Gillardon ideal. Der Produktmanager ist Initiant des Projekts Seesauna. Als Standort hat der Stäfner das alte Garderobenhäuschen der Seebadi Lattenberg im Visier. Die Interessengemeinschaft Seesauna Stäfa engagiert sich für den Umbau der Umkleideräumlichkeiten in eine Sauna direkt am See. Dafür hat die Gruppe 546 Unterschriften gesammelt. «Das Feedback der Stäfner war überaus positiv», sagt Gillardon.

Gestern nahm der Gemeindepräsident von Stäfa, Christian Haltner, zusammen mit Andreas Utz, Mitglied des Hochbauvorstands, die gesammelten Unterschriften entgegen. Gillardon und Mitinitiant Michael Kistler übergaben die Petition in der Seebadi. Die beiden sind sichtlich zufrieden, die Petition übergeben zu dürfen. «Endlich bin ich die Kiste los», sagt Gillardon und lacht, «ich war immer nervös, dass ich die Unterschriften verlege.»

Privatfinanzierung als Vorteil

Das weitere Vorgehen erklärt Haltner. Zuerst werde der Gemeinderat das Anliegen prüfen. Dann werde er es dem Hochbauamt zuweisen. Die Sauna soll voraussichtlich von September bis Mai geöffnet haben. «Ob es tatsächlich Leute gibt, die die Sauna im Sommer nutzen wollen, wird sich noch zeigen», sagt Gillardon. Allgemein müsse man herausfinden, was das Bedürfnis der Bevölkerung sei.

Obwohl in der Vergangenheit bereits zwei Initiativen für eine Seesauna am rechten Seeufer abgelehnt wurden, denkt Gillardon nicht, dass sein Projekt scheitern wird. Doch weder in der Badi Wyden in Erlenbach noch in der Seebadi Winkel ging der Wunsch nach einer Seesauna in Erfüllung. 2011 wurden die Baukosten von 140 000 Franken vom Erlenbacher Gemeinderat nicht bewilligt. Gillardon sieht sich jedoch klar im Vorteil, da die Stäfner Interessengemeinschaft die Seesauna privat finanzieren will.

Durch die schon vorhandene Infrastruktur und das Vorhaben der Interessengemeinschaft, die Sauna selber einzubauen und zu betreiben, sei ein grosser Teil der Herausforderungen angegangen worden. «Ausserdem gibt es in der Nähe kein vergleichbares Angebot», sagt Gillardon.

Sauna mit Blick auf den See

«Sehen Sie Ihrem Businessplan immer noch optimistisch entgegen?», fragt Haltner den Initianten. Raymond Gillardon nickt: «Einige Details müssen noch abgeklärt werden, aber ich bin sehr positiv.» Mit Michael Kistler, Umwelt- und Kommunikationsberater, einem Handwerker und einem Marketingexperten im Boot ist die Gemeinschaft gut gerüstet.

Die motivierten Stäfner lassen sich ihre Vision nicht nehmen. Kistler zeigt auf das alte Garderobenhäuschen und sagt: «Hier könnte man die Wand rausreissen und ein Panoramafenster einbauen.» Eine Sauna mit Aussicht auf den See sei eben schon etwas Besonderes. Auch der Gemeindepräsident Haltner lässt sich mitreissen: «Eine Rutschbahn direkt ins Wasser würde mir gefallen!» (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 03.02.2016, 08:54 Uhr

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