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Prüfungen an der ETHMehr WCs und «Pufferstrassen»

An der ETH Zürich legen im August mehr als 12’000 Studierende eine Sessionsprüfung ab. Das Rektorat hat nun die Prüfungspläne und ein Schutzkonzept veröffentlicht.

Die Sessionsprüfungen an der ETH Zürich sollen auch in Corona-Zeiten so normal wie möglich ablaufen. (Archivbild)
Die Sessionsprüfungen an der ETH Zürich sollen auch in Corona-Zeiten so normal wie möglich ablaufen. (Archivbild)
KEYSTONE/WALTER BIERI

ETH-Prüfungen in Corona-Zeiten sind eine logistische Herausforderung. Sie sollen so organisiert sein, dass die Schutzmassnahmen eingehalten werden können und die Studierenden zu keiner Zeit gefährdet sind, wie die ETH am Mittwoch per Twitter mitteilte.

Bei über 600 schriftlichen Prüfungen mit bis zu 900 Kandidatinnen und Kandidaten ist dies keine leichte Aufgabe. Hinzu kommen noch rund 400 mündliche Prüfungen mit bis zu 130 Studierenden.

Gestaffelter Prüfungsstart

Für das Rektorat sei von Anfang an klar gewesen, dass die Sessionsprüfungen auch in Zeiten der Corona-Pandemie unter möglichst «normalen» Bedingen stattfinden, schreibt die ETH. Chancengleichheit und Rechtssicherheit müssten gewährleistet sein und die bekannten Vorgaben des Bundes eingehalten werden.

Für die schriftlichen Prüfungen gelten besondere Massnahmen. Dabei beginnen bis zu 670 Personen im selben Gebäude mit ihrer Prüfung. Studierende, die an Covid-19 erkrankt sind oder Krankheitssymptome haben, werden nicht zur schriftlichen Prüfung zugelassen.

Damit Menschenansammlungen vermieden werden, beginnen die Prüfungen gestaffelt und die Studierendenströme werden mit «Pufferstrassen» optimal gesteuert. Die ETH empfiehlt ausserdem das Tragen von Schutzmasken. In einzelnen Gebäuden ist dies sogar Pflicht.

Weil vor allem vor Prüfungen die Toiletten häufiger aufgesucht werden, könnte sich hier ein Hotspot bilden. Daher werden zusätzlich mobile WCs aufgestellt.

Ausnahmen von Präsenzpflicht

Etwas weniger komplex gestaltet sich die Organisation der mündlichen Prüfungen, wie die ETH weiter schreibt. Hier sind weniger Personen gleichzeitig am selben Ort und die Mindestabstände können leichter eingehalten werden. Prüferinnen und Prüfer können verlangen, dass Schutzmasken getragen werden. Wo es nötig ist, werden Plexiglaswände installiert.

Auch bei den mündlichen Prüfungen gilt grundsätzlich die Präsenzpflicht. Allerdings können diese Prüfungen auch per Videokonferenz abgelegt werden. Diese Möglichkeit richtet sich an Studierende, die Krankheitssymptome aufweisen oder an Covid-19 erkrankt sind, einer Risikogruppe angehören, sowie an Studierende, die sich im Ausland aufhalten und für die eine Anreise an die ETH unmöglich ist.

SDA