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«Pablo Escobar war für uns nichts anderes als ein Terrorist»

Sulay Pino wuchs im gefährlichsten Ort der Welt auf. Damals herrschte im Comuna-13-Viertel in Medellin ein Drogenkrieg. Wie ist es heute?

Früher wäre nicht einmal ein Taxifahrer in ihr Viertel in Medellin gefahren: Sulay Pino, 22. Foto: Privat
Früher wäre nicht einmal ein Taxifahrer in ihr Viertel in Medellin gefahren: Sulay Pino, 22. Foto: Privat

Auf meinem Schulweg sah ich früher regelmässig Leichen auf der Strasse. Hörten wir Hubschrauberlärm, flohen wir so schnell wie möglich in eines der umliegenden Häuser und versteckten uns unter einem Bett, denn die Hubschrauber bedeuteten Gefahr, und die Wellblechdächer in unserem Viertel Comuna 13 in der kolumbianischen Stadt Medellin boten kaum Schutz vor den Schüssen. Einmal fuhr sogar ein Panzer hinter mir her, ich war gerade mal sieben Jahre alt.

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