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«Die wollten mit Blitz und Donner von dieser Welt gehen»

48 Morde in einer Nacht: Vor 25 Jahren erschütterte der Massenmord der Sonnentempler-Sekte die Schweiz. Einer der Ermittler: Kriminaltechniker Alex Bircher.

In der Nacht zum 5. Oktober 1994 wird die Kantonspolizei Freiburg zu einem Chaletbrand im abgelegenen Weiler Cheiry gerufen. Noch ahnte niemand, dass dies zu einem der grössten Kriminalfälle der Schweiz werden würde. Der dienst­habende Kommissar war Pfeifen­raucher, gewohnt an Ereignisse schweizerischen Ausmasses.

Um ein Haar jedoch wären er und sein Team in Cheiry selbst umgekommen – und hätten dem Sonnentempler-Drama noch ein weiteres katastrophales Kapitel hinzugefügt, wie sich der damalige Kriminaltechniker Alex Bircher erinnert. Er sitzt in einem kleinen Raum im Polizeihauptquartier an der Place de ­Notre-Dame in Freiburg, ein boden­ständiger Typ mit Furchen im Gesicht und hellen Augen, die schon vieles gesehen haben und trotzdem klar geblieben sind. Auch nach 25 Jahren ist erkennbar, wie sehr diese Ereignisse ihn persönlich und beruflich geprägt haben.

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