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Das Kopftuch als Marketing der Islamisten

Die schweizerisch-jemenitische Politologin Elham Manea über westliche Schuldgefühle, ihre Radikalisierung mit 16 und den Tag, als sie ihren Schleier ablegte.

«Wo immer Islamisten aktiv werden, zielen sie als Erstes auf die Frauen», sagt Elham Manea: Eine verschleierte Frau. Foto: Getty Images
«Wo immer Islamisten aktiv werden, zielen sie als Erstes auf die Frauen», sagt Elham Manea: Eine verschleierte Frau. Foto: Getty Images

Elham Manea, Sie schreiben in Ihrem Buch, bloss den IS oder die al-Qaida ins Visier zu nehmen, sei wie ein Schnappschuss durch ein Nadelöhr. Das ist verwirrend: Da werden Milliarden in den Kampf gegen den Terror investiert, und Sie sagen, der ist nicht das Hauptproblem. Warum nicht?

Weil wir mit dem Fokus auf den Terror das Spektrum des Radikalisierungsprozesses übersehen, das überhaupt erst zur Gewalt führt. Die Gewalt ist sozusagen das Endprodukt, nicht aber das grundlegende Problem. Wir fühlen uns wohl mit der Idee des einsamen Angreifers oder halten uns daran fest, dass jemand übers Internet radikalisiert wurde – vermeiden es aber, den ideologischen Kontext zu beleuchten, der den Nährboden für Radikalisierungen bereitet.

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