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«Nein, es braucht keine westlich-liberale Leitkultur!»

Johan Simons glaubt ans Theater. Aber nicht unbedingt an die Zukunft der Menschheit. Foto: @Joerg Brueggemann / Ostkreuz

Die Idee Europa ist politisch in der Krise, aber Sie haben in Bochum 2018 ein europäisches, «grenzenloses» Theater ausgerufen. Was heisst das?

Eine mutige Einschätzung. Zumal das Theater heute ja ständig um seine Relevanz ringen muss.

Was reizte Sie daran, Michel Houellebecqs ganz und gar nicht optimistischen Roman «Unterwerfung» umzusetzen, der ein zwangsislamisiertes Frankreich im Jahr 2022 imaginiert?

Freizügigkeit ist passé: Johan Simons inszeniert Houellebecqs «Unterwerfung». Foto: Tobias Kruse/Ostkreuz

Also keine politische Korrektheit am Theater?

Auch nicht in Houellebecqs «Unterwerfung»? Dort werden Frauen ja als Ware skizziert. Der Niederländer Ruud Koopmans hat in der Frauenfeindlichkeit des fundamentalistischen Islam just einen schwerwiegenden Grund für die Stagnation solcher Gesellschaften ausgemacht.

«Ich glaube, dass sich Rassismus und Sexismus mit der Zeit erledigen werden.»

Johan Simons

Braucht es, bei aller Diversität, eine neue westlich-liberale «Leitkultur», wie sie jüngst in Deutschland wieder heiss diskutiert wurde?

Wie spiegelt sich das Bemühen ums Klima am Theater – das auch nicht ohne Flugreisen auskommt?