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Aviciis Tod ist laut Polizei kein Verbrechen

Die Polizei in Oman kennt offenbar die Todesursache des schwedischen Star-DJs – will sie aber noch nicht veröffentlichen.

DJ Avicii ist im Alter von 28 Jahren gestorben. (Video: Tamedia)

Nach dem Tod von Star-DJ Avicii wird weiterhin über die Todesursache gerätselt. Laut dem schwedischen Portal SVT News geht die Polizei nicht von einem Verbrechen aus.

«Wir wissen, was passiert ist, aber wir geben es noch nicht an die Medien», zitiert das Portal einen örtlichen Polizisten. Die Polizei wolle erst zu einem späteren Zeitpunkt Details nennen.

Der schwedische Star-DJ Avicii ist am Freitag im Alter von 28 Jahren im Golfstaat Oman gestorben. Der berühmte Elektromusiker, mit bürgerlichem Namen Tim Bergling, wurde in der Hauptstadt Maskat tot aufgefunden, wie sein Agent am Freitag mitteilte. Angaben zur Todesursache wurden zunächst nicht gemacht.

Avicii zählte zu den erfolgreichsten DJs der Welt. Mit dem Song «Levels» gelang ihm 2011 der Durchbruch. 2012 und 2013 schaffte er es im Ranking des «DJ Magazine» jeweils auf den dritten Platz der besten DJs. Er arbeitete unter anderem mit Madonna, der britischen Rockband Coldplay und dem französischen DJ und Musikproduzenten David Guetta zusammen.

Es werde eine «private» Beerdigung geben, «in Gegenwart der Leute, die Tim am nächsten waren»: Avicii bei einem Auftritt in San Francisco. (7. Februar 2016)
Es werde eine «private» Beerdigung geben, «in Gegenwart der Leute, die Tim am nächsten waren»: Avicii bei einem Auftritt in San Francisco. (7. Februar 2016)
Rich Polk, AFP
Der Star-Dj Avicii ist gestorben.
Der Star-Dj Avicii ist gestorben.
John Shearer/Invision/AP, Keystone
Laut dem schwedischen Portal SVT News geht die Polizei nicht von einem Verbrechen aus.
Laut dem schwedischen Portal SVT News geht die Polizei nicht von einem Verbrechen aus.
Attila Kisbenedek, AFP
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«Die Familie ist am Boden zerstört, und wir bitten alle, ihr Bedürfnis nach Schutz der Privatsphäre in dieser schwierigen Zeit zu beachten», erklärte das Management. Weitere Erklärungen werde es nicht geben.

Laut einem Freund des Künstlers deutete nichts auf den plötzlichen Tod des Weltstars hin: «Ich habe keine Ahnung, wie das passieren konnte. Er fühlte sich gut und war glücklich», sagt Maitrai Joshi zu «Aftonbladet». Sie seien zusammen im selben Hotel gewesen und hätten erst gerade noch gemeinsam Zeit auf einem Boot verbracht. Laut Maitrai Joshi war Avacii so zufrieden mit seinen Ferien im Oman, dass er sich entschied, acht Tage länger zu bleiben.

Maitrai Joshi wurde nach seiner Abreise von den Medien über den Tod seines Freundes informiert. «Es ist unerklärlich. Er war in guter Verfassung», sagt Maitrai Joshi.

Gesundheitliche Probleme

Avicii war einer der ersten DJs, der es schaffte, mit elektronischer Tanzmusik in den Mainstream vorzudringen. Sein Megahit «Wake me up» mit dem Soul-Sänger Aloe Blacc war 2013 in Europa die Nummer eins. Sein mit elektronischer Musik unterlegter Remix von Coldplays «A Sky Full of Stars» (2014) wurde ein weiterer Hit. Als Producer war er für Madonnas Album «Rebel Heart» (2015) tätig.

Avicii hatte in den vergangene Jahren offen über seine Gesundheitsprobleme gesprochen - unter anderem über eine zum Teil durch exzessiven Alkoholkonsum verursachte Entzündung der Bauchspeicheldrüse. 2014 hatte er einige Live-Auftritte abgesagt, weil er sich die Gallenblase und den Blinddarm entfernen liess.

Letzte Tour mit 26 Jahren

2016 waren seine Fans sprachlos, als er sich – gerade mal 26 Jahre alt – von ihnen verabschiedete. Diese Tour sei seine letzte, schrieb er damals und kündigte an, dass er mehr Zeit für sein Privatleben haben wolle.

Auf der Liste der bestbezahlten DJs des Magazins «Forbes» von 2016 kam der Schwede mit Einnahmen in Höhe von 14,5 Millionen Dollar auf Platz zwölf.

Der Name Avicii stammt aus dem Sanskrit und geht auf den Buddhismus zurück. Das Wort Avici bezeichnet die tiefste Ebene der Hölle. Aus stilistischen Gründen fügte der Künstler ein zusätzliches «i» hinzu.

«Levels» von Avicii. (Quelle: Youtube/ Avicii)

«Wake me up» von Avicii. (Quelle: Youtube/ Avicii)

«Waiting for Love» von Avicii. (Quelle: Youtube/ Avicii)

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