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Kopfgeld auf Schläger ausgesetzt

In sozialen Medien hat SVP-Kantonsrat Claudio Schmid Zeugenaufrufe publiziert. Grund dafür ist ein Vorfall am Hörifest. Dort soll ein Mann von vier Jugendlichen übel zugerichtet worden sein.

Das Opfer erlitt beim Angriff mehrere Verletzungen.
Das Opfer erlitt beim Angriff mehrere Verletzungen.
Screenshot Facebook

Vier Stiche oberhalb der Stirn und ein Stich an der Schläfe: Die genähten Platzwunden am Kopf des Opfers lassen erahnen, mit welcher Wucht die Täter auf ihn einschlugen. Ob sie dabei einen Gegenstand verwendeten, ist unbekannt. Mehrere Personen sollen den Mann bei den Toi-Toi-Kabinen am Hörifest angegriffen haben. Beweise dafür gibt es nicht. Auch der Kantonspolizei ist kein solcher Zwischenfall ­bekannt. Mediensprecher Ralph Hirt sagt: «Die Polizei wurde nicht alarmiert.» Es könnte jedoch sein, dass das Opfer inzwischen Anzeige erstattet habe. «Dazu dürften wir aber keine Stellung nehmen», so Hirt weiter.

SVP-Kantonsrat Claudio Schmid, Bülach, der auch am ­Hörifest war, startete letzte Woche auf Facebook und Twitter einen Zeugenaufruf. Er schreibt: «Am Sonntag, 14. Mai, 01.15 Uhr, wurde R. B. von vier Jugendlichen verletzt. Am Kopf, am Rücken und an den Beinen. Wer etwas weiss, soll bei der Telefonnummer 044 862 49 89 anrufen.» Der Beitrag wurde bereits 188-mal geteilt. Bisher ohne Erfolg. Schmid sagt: «Wir erhielten noch keine Hinweise.»

Am Freitag kommentierte der Kantonsrat unter seinem Beitrag: «Eine 5000-fränkige Prämie ist aufbereitet . . .» Will heissen: Auf die Täter ist ein Kopf-­geld ausgesetzt. Nun sagt Schmid aber, dass dies «ein Fake» sei. «Wir wollten etwas ausprobieren.» Ziel war es womöglich, die Täter einzuschüchtern und zu einem Geständnis zu zwingen. Darf man das? Ja. «Das kanndie Polizei nicht verbieten», sagt Hirt, «jede Person darf selbst ­entscheiden, ob sie Hinweise entschädigen möchte.»

Christian Meier, OK-Präsident des Hörifests, ist sich sicher: «Dieser Vorfall hat sich nicht auf dem Festgelände abgespielt. Das hätten die Sicherheitsleute bemerkt.»

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