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Zweite Corona-WelleKommt jetzt das Lockdown-Domino?

Immer zahlreicher sind die Kantone, die das öffentliche Leben ganz oder teilweise wieder herunterfahren. Entscheidend ist dabei auch das Verhalten der Nachbarn.

In Genf sind die Restaurants seit Montag wieder geschlossen, viele andere Kantone ziehen nach.
In Genf sind die Restaurants seit Montag wieder geschlossen, viele andere Kantone ziehen nach.
Foto: Salvatore di Nolfi (EPA)

Und plötzlich ging es Schlag auf Schlag: Nach den Kantonen Genf, Jura und Neuenburg kündigten am Dienstag auch Freiburg und die Waadt an, wieder in den Lockdown zu gehen. Restaurants, Bars, Museen, Kinos, Fitnesscenter: alles wieder zu.

Anders als im März wird dieser Lockdown nun nicht mehr vom Bund verfügt, sondern es greift ein Kanton nach dem anderen selber zu diesem letzten Mittel – und bringt damit wiederum seine Nachbarn unter Zugzwang. So kommt es zu einem regelrechten Dominoeffekt von West nach Ost.

Als die Genfer Regierungspräsidentin am Sonntag die neuen Einschränkungen ankündigte, blickte sie auch demonstrativ zum Nachbarskanton: «Unsere Massnahmen sind auch ein Signal an die Waadt», sagte sie. Die beiden Kantone sind eng miteinander verflochten. Bleiben die Kinos und Restaurants in einem offen, dürfte ein Lockdown-Tourismus aus dem anderen einsetzen – und die Infektionskurve in die Höhe treiben.

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